[GastForen Archiv Was die Branche bewegt Der Niedergang der Qualität in der Druckvorstufe?

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Re: Der Niedergang der Qualität in der Druckvorstufe?

Thobie
Beiträge gesamt: 3835

4. Jun 2008, 01:13
Beitrag # 151 von 190
Beitrag ID: #352886
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> Wer sagt's denn – es geht doch
>

Es geht nicht


Kunde liefert bisher für eine Vereinszeitschrift die Texte der Artikel
als einzelne Word-Dateien. Stellt sie mir auf meinen Server.

Jetzt bat ich ihn diesmal – um meine Arbeit zu erleichtern –, alle
Artikel in der richtigen Reihenfolge in ein (!) Word-Dokument zu
kopieren.

Die Frage war dann: Wenn ich zwanzig Artikel in eine Dokument kopiere,
nimmt das Dein Server denn noch, denn er ist ja beim einmaligen
Hochladen immer auf zehn Dokumente beschränkt?

Wer versteht das
;–(?

Ich nehm‘s gelassen und sage: „Okay, das ist in Ordnung, lad die Datei
einfach hoch!“ ;–)



Thobie

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als Antwort auf: [#352422]
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Der Niedergang der Qualität in der Druckvorstufe?

EssWeh
Beiträge gesamt: 532

4. Jun 2008, 10:51
Beitrag # 152 von 190
Beitrag ID: #352934
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Hallo,

habe da auch noch eine ziemlich frische Geschichte.

Antwort auf [ Heike Koch ] und ich glaube an das gute und sage ja! wenn wir resignieren, wer soll denn die arbeit machen? die powerpointler etwa?

Unsere Band war neulich in einer Kneipe hier bei uns vorstellig, um einen Auftritt auszuhandeln.

Scheffe Andi (geprüfter Harley-Fetischist) meint schließlich: Alles klar, Männers, machen wir. Und aufgepasst, Männers: Werbung machen wir auch, (Druck-)-Kosten (für 'ne Werbepostkarte) 50:50, bau' ich für Euch für sogar umsonst (hoho! - wir spielen aber auch hier das erste Mal ohne Eintritt für'n Hut), mach' ich direkt schon fertig, alles kein Problem.

Sprach's, holte geschwind sein Aldi-Laptop unterm Tresen hervor, schiebt die nachtaufhellende (es war bereits Nacht) orangefarbige Sonnenbrille hoch, öffnet Powerpoint und eine "von seinem Partner extra angefertigte" Vorlage, "haut" unser Bild rein, noch schnell den Namen dazu ticker, ticker - feddisch!! - klick auf den kleinen PDF-Knopf, schnelle Mail an den "Partner" - schon zwei Tage später liegen da dann 1500 Karten schief geschnitten auffem Tisch - "Geilomat - das flutscht hier - oder, Männers!!??"

Ich saß so daneben und dachte, als er sein "Läppi" unterm Tresen rauskramte: "Bin mal gespannt, was nu' kommt". Die oben geschilderte Szene war in zwei Minuten über die Bühne (inklusive Mail verschicken - leider), keine Chance zum eingreifen, weil Kinnlade wegen des zwischzeitlich geäußerten "das mache'mer wir immer so - klappt aber auch supper mit dem" noch immer unten. An dieser Stelle gingen wir nach Hause.

...

Der Auftritt war gut, die knapp 45 Leute (es war zugegebenermaßen viel zu heiß, um sich in die Kneipe zu hocken) waren trotz der Karten einigermaßen begeistert. Inklusive Andi ("Männers - (gaaanz lange Pause) - vom Feiiinsten!!), der uns von sich aus direkt einen Nachfolgegig verspricht ... Was wollen wir eigentlich noch mehr? Und das Beste: Der Flyer für diesen Termin ist bestimmt auch schon "feddisch"! Wau.

So wie Andi das macht, machen das viele, das wurde hier ja schon festgestellt. Da helfen keine Argumente mehr - sein "Workflow" (inkl. Digitaldruck) funktioniert einfach, und das ist sein ausschlaggebendes Argument. Und all die anderen, bei denen das "auch so flutscht" argumentieren ganz genauso. Wen oder was brauchen die denn noch? Einen, der ihnen etwas gestaltet? Nää, nix und niemanden: "Des mache'mer selber!"

Und ich frage mich (in den nicht soo guten Momenten): Wie soll ich es schaffen, da nicht zu resignieren ...?
Bislang klappt das noch ...


Schönen Gruß aus Mainz NullFümpf ... 8 - P
Stefan


als Antwort auf: [#279685]

Der Niedergang der Qualität in der Druckvorstufe?

Bernhard Werner
Beiträge gesamt: 4925

7. Jun 2008, 20:40
Beitrag # 153 von 190
Beitrag ID: #353447
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Antwort auf [ EssWeh ] "Des mache'mer selber!"

Nach zwei Tagen Drupa (speziell im "DIP") sehe ich meinen Verdacht bestätigt: Es werden immer mehr Tools angeboten, um Unwissenheit und Inkompetenz zu kaschieren bzw auszubügeln.

Es wird wohl in Zukunft darauf hinauslaufen, sich die Reinzeichnung und Litho zu sparen (im wahrsten Sinne des Wortes). Was dabei rauskommt, steht auf einem anderen Blatt - hauptsache es schaut "gut" aus... :-(

Gruß
Bernhard



als Antwort auf: [#352934]

Der Niedergang der Qualität in der Druckvorstufe?

Thomas Richard
Beiträge gesamt: 18087

7. Jun 2008, 23:29
Beitrag # 154 von 190
Beitrag ID: #353451
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Die Aufgabe scheint nicht mehr zu sein: "Aus Scheiße Gold machen.", sondern:"Die Scheiße rauszuhauen, ohne sich die Finger schmutzig zu machen." ...am besten noch nebst automatisch generierter Rechnung."


MfG

Thomas


Und wenn dir geholfen wurde, hilf uns, dies auch weiterhin zu können.
http://www.hilfdirselbst.ch/info/


als Antwort auf: [#353447]

Der Niedergang der Qualität in der Druckvorstufe?

planobogen
Beiträge gesamt: 1043

8. Jun 2008, 01:51
Beitrag # 155 von 190
Beitrag ID: #353457
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Wir brauchen hier gar nicht zu resignieren oder zu lamentieren und uns über den Verfall der (Gestaltungs)kultur und technischen (Un)vollkommenheit zu beschweren. Wir sind selber schuld.
Wir geben unser Wissen jedem weiter, der eine Frage stellt. Sei es der der unbedarfte, picklige Abi-Jüngling, der mal schnell seine 200-seitige Abi-Zeitung fertig machen will und Probleme bei der Ausgabe mit PDF für die Druckerei hat.
Kein Problem: Hier werden Sie geholfen!
Oder einer ist Web-mäßig unterwegs und braucht Hilfe für die technische Umsetzung seiner Seite: Kurz anmelden und fragen. Die Antwort kommt schnell und vor allem kostenlos und kompetent.

Ich will dieses Forum nicht kritisieren oder in Frage stellen. Die Fachkompetenz, die sich hier auf engstem Raum trifft, ist hervorragend und einmalig. Unschlagbar.
Aber wir sägen ununterbrochenan dem Ast, auf dem wir selber sitzen, indem wir selbstlos, der guten Sache verpflichtend, unser aller Wissen preisgeben.
Und irgendwann - (in absehbarer Zeit) - kann eigentlich jeder irgendwelche Druckerzeugnisse am Computer erstellen, weil

1. solche Foren bestehen
2. es immer mehr Tools für die Erstellung, technische Umsetzung und Gestaltung gibt
3. und wahrscheinlich auch die Qualitätsansprüche massiv nach unten geschraubt werden, weil alles ja eh immer kurzlebiger wird
4. ...

... und wo bleiben wir dann? Oder unsere Kinder, die vielleicht den gleichen oder einen ähnlichen Berufsweg eingeschlagen haben? Warum haben wir studiert, Praktikas gemacht oder 3 Jahre eine Lehre absolviert? Uns mit den Regeln des Goldenen Schnitts rumgeschlagen und Gestaltungsbücher gewälzt?
Nur um dann am Ende in irgendeiner Druckerei oder Copyshop zu sitzen, Kundendaten in Empfang zu nehmen, kontrollieren, korrigieren und auf den Digi-Drucker schieben.

Oder doch etwas anderes machen, Schafe und Ziegen züchten, und im Herbst die Honigernte einbringen. Aber dafür ist es jetzt zu spät.
Obwohl, wer weiß .....

Aber Gedanken macht man sich schon für die Zukunft ................
Gruß planobogen
______________________________________________________________________________

„Freude an der Arbeit lässt das Werk trefflich geraten". Aristoteles und Ich
______________________________________________________________________________




als Antwort auf: [#353451]

Der Niedergang der Qualität in der Druckvorstufe?

Freeday
Beiträge gesamt: 5712

8. Jun 2008, 10:30
Beitrag # 156 von 190
Beitrag ID: #353468
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Antwort auf [ planobogen ] Sei es der der unbedarfte, picklige Abi-Jüngling, der mal schnell seine 200-seitige Abi-Zeitung
fertig machen will und Probleme bei der Ausgabe mit PDF für die Druckerei hat.

Aber sind wir mal ehrlich: Die Abi-Zeitungen und solche Sachen leben doch vom
"siffigen selfmade-Aussehen". Und welche Schule bezahlt die Arbeit für 200 Seiten,
gestaltet nach den Regeln des goldenen Schnittes, mikrotypografisch korrekt und
mit allem drum und dran? In solchen Fällen können wir froh sein, dass noch nicht
jeder eine Druckerei zu Hause hat :-)

Ich denke mal, dass alles im Verhältnis gleich bleibt, leider mit fühlbarer Tendenz
zu weniger Qualität. Bei Buch-Gestaltungen weniger, bei Flyern mehr. Aber das
hat massiv mit den Stundenpreisen für Design zu tun. Keine Party ist es wert,
dass ihre Flyer 500 Franken kosten – ohne den Druck. Verhältnisschwachsinn!

Zitat Nur um dann am Ende in irgendeiner Druckerei oder Copyshop zu sitzen, Kundendaten
in Empfang zu nehmen, kontrollieren, korrigieren und auf den Digi-Drucker schieben.

Jou, genau mein Job. Dazu noch Beratung und Design und es kommt hin ;-)
Tatsächlich finde ich es deutlich spannender, mit der ganzen A-Z Begleitung
und dem persönlichen Service zu trumpfen als den ganzen Tag Formatvorla-
gen nach Corporate Design mit Text abzufüllen. Die Abwechslung ist für mich
unbezahlbar. Und man hat bei guter Arbeit direktes Feedback vom Kunden!

Natürlich hilft meine Ausbildung als Polygraf. Ich weiss, was meine Kunden
wollen und wie das am besten grafisch umzusetzen ist. Und ja, auch hier kann
man auf saubere Mikrotypografie achten – und damit die Kunden sogar live
vor dem Rechner von seiner Existenzberechtigung überzeugen :-)
Und siehe da: Kundenzufriedenheit ist bei uns – gemessen – irrsinnig hoch.
Selbes gilt für die Loyalität unserer Kunden.

Irgendwie hat alles seine Existenzberechtigung. Die neuen Hexereien, dass
jeder seine eigenen Sachen machen kann sind das Ergebnis einer vorhandenen
Nachfrage. Gleiches gilt für die Discount-Internet-Druckereien. Dank diesen
Druckereien kann jeder Flyer machen, was vorher nicht bezahlbar gewesen wäre.
Wenns mit einem scheisse Layout klappt – bitteschön. Kost ja dafür auch nix.

Was momentan geschieht ist ein Bröckeln des "elitären" Teils der Branche.
Derjenigen, die sich nur auf Qualität berufen. Die spezialisierten Druckereien
funktionieren weiter, die "normalen" geben Word die Schuld an deren Umsatz-
rückgang und passen gleichzeitig ihre Preise nach oben an. Word ist massiv
günstiger geworden. Irgendwas stimmt da nicht. Und das ist für mich das Verhält-
nis Preis-Leistung aus sicht der Kunden. Wieviel darf sein Endprodukt
kosten für das, was er es braucht?

Kurz gesagt: Ein Flyer für eine Party DARF nicht teuer sein, weder im Druck noch
im Layout. Und nein, früher wäre der Flyer auch nicht in einer Druckerei von ei-
nem Profi erstellt worden – dafür wars schon damals zu teuer :-) Das jetzt aber
nur als symbolisches Beispiel.

Soweit meine aktuellen Gedanken zum Thema.


@Planobogen: Hervorragender Artikel mit Bezug aufs Forum. Sicher hast Du
nicht unrecht!! Vor allem die "ich hab InDesign runtergeladen jetzt bin ich
ein Profi – wie fügt man Bilder ein?" Typen hab ich persönlich weit oben auf der
Abschussliste… Tools und das Forum kommen mir persönlich als Fachmann
sehr entgegen. Noch ausgefallenere Sachen und noch mehr Sicherheit im Um-
gang mit schwierigen Kandidaten helfen mir im Alltag. So kann ich dank des
Forums schnell reagieren, wenn ich plötzlich neue Felder betrete wie das Kali-
brieren von Bildschirmen fürs externe Vergeben von Aufträgen.

Gruss Stefan


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als Antwort auf: [#353457]

Re: Der Niedergang der Qualität in der Druckvorstufe?

Thobie
Beiträge gesamt: 3835

11. Jun 2008, 01:10
Beitrag # 157 von 190
Beitrag ID: #353788
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Hallo, Planobogen und Freeday,

letzte Woche hatte ich ein angenehmes Gespräch mit einem Kunden, das
mir zeigte, dass es immer noch die netten, freundlichen,
verständnisvollen Kunden gibt, die Wert auf Qualität legen und dafür
auch den entsprechenden Preis zahlen. Die uns somit als Experten,
Fachleute und Dienstleister sehen und akzeptieren, das wir die
Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen haben, um solche Jobs
abzuwickeln.

Es geht um einen Katalog für Schmuckartikel eines Selbständigen, der
diese vertreibt. Positiv war schon einmal, dass er sich einen
professionellen Fotografen geleistet hat, um seine Schmuckartikel zu
fotografieren.

Beim Preis meines Angebots musste er erst einmal schlucken, verstand
dann aber meine ihm erläuterte Kalkulation. Ich war auch nicht bereit,
von meinem Angebot abzuweichen, zur Zeit muss ich nicht alle Aufträge
annehmen.

Um es kurz zu machen, schön war seine Reaktion beim Hinausgehen, als
ich ihm nochmals unterbreitete, dass ich ihm ein Konzept und drei
Entwürfe für seinen Katalog entwerfe bzw. gestalte. „Und was kostet
mich das zusätzlich?“ „Nichts, das ist in dem Paket drin. Vom Konzept
mit drei Entwürfen bis zur geprüften, druckfähigen PDF. Das ist alles
in meiner Dienstleistung für diesen Preis enthalten!“ Hörte es,
lächelte freundlich, sagte: „Ah, prima!“, drückte mir die Hand und
ging. [Nur Proofs und Druck gehen an externe Dienstleister.]

Am Freitag hat er mir den Auftrag erteilt.

Grüße


Thomas



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als Antwort auf: [#353457]

Re: Der Niedergang der Qualität in der Druckvorstufe?

böc
Beiträge gesamt: 842

11. Jun 2008, 10:25
Beitrag # 158 von 190
Beitrag ID: #353825
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Hallöchen zusammen,

zieht Euch mal folgenden Artikel rein (downloadbar als PDF):

http://www.druckmarkt-schweiz.com/aktuellesheft.htm

Seite 68: "Die grösstmögliche Katastrophe: Kunden"

Der Schorsch bringt es auf den Punkt wie kaum ein anderer.

Grüsse

böc
magical mister mac


als Antwort auf: [#353788]

Re: Der Niedergang der Qualität in der Druckvorstufe?

mpeter
Beiträge gesamt: 4576

11. Jun 2008, 15:18
Beitrag # 159 von 190
Beitrag ID: #353909
Bewertung:
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Viele Dank für den Link! Könnte ich so gut schreiben – ich hätte es nicht anders geschrieben. Voll auf die Zwölf, Treffer versenkt! Und ich werde es audrucken und ganz zufällig an strategisch relevanten Punkten vergessen ;-)

Gott grüß’ die Kunst!
Gruß
Magnus

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als Antwort auf: [#353825]

Re: Der Niedergang der Qualität in der Druckvorstufe?

Thobie
Beiträge gesamt: 3835

14. Jun 2008, 01:21
Beitrag # 160 von 190
Beitrag ID: #354258
Bewertung:
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Hallo,

> Viele Dank für den Link! Könnte ich so gut schreiben – ich hätte es
> nicht anders geschrieben. Voll auf die Zwölf, Treffer versenkt! Und
> ich werde es audrucken und ganz zufällig an strategisch relevanten
> Punkten vergessen ;-)

habe mir gerade den Artikel von Hans-Georg Wenke durchgelesen.

Mein Statement: Inhaltlich hat er schon Recht. Ist gut geschrieben,
aber auch nicht brillant. Da hat sowohl der Lektor als auch der
(Chef-)Redakteur ganz schon schludrig geabeitet. Stilistische und
orthografische Fehler ohne Grenzen. Und das in einem Managementmagazin
für Print und Publishing!? Auch die Gestaltung ist ist „unter ferner
liefen“. Also kein Paradeexemplar für die schreibende und gestaltende
Zunft. Außerdem hätte sich der Autor noch mehr auf die Printbranche
beschränken sollen und keine Ausflüge in die Wirtschaft und ins –
sorry, es kommt im Artikel so vor – Anale tun sollen. Tut dem Artikel
nicht gut.

Mein Fazit: Ich überlege ja immer noch, ob ich ein Buch zu Thema des
Threads herausbringe: „Der Kunden-Knigge für Design-Aufträge! “ ;–).
Mit Infos auch aus HDS reich bestückt. Aber zur Zeit habe ich mich
noch nicht entschieden. Denn: Gut Ding will Weile habe


Grüße



Thomas

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als Antwort auf: [#353909]

Re: Der Niedergang der Qualität in der Druckvorstufe?

Thobie
Beiträge gesamt: 3835

23. Jun 2008, 00:27
Beitrag # 161 von 190
Beitrag ID: #355289
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Hallo,

ich will hier keinen allzu langen Erfahrungsbericht schreiben, wobei dieses Posting auch ins QXP-Forum passen würde. Aber vielleicht hat der Eine oder Andere schon ähnliche Erfahrungen gemacht.

Eigentlich geht es um die Frage der Erziehung des Kunden … ;–) Oder anders formuliert: „Was ist des Computers Tod?“

Ich habe mit einem QXP-Projekt eines Geschäftsberichts einer AG, die dafür einen gesetzlich vorgeschriebenen Abgabetermin bei der Börse hat – was es zeitlich so schwer macht –, eine 3-tägige Odyssee hinter mir.

Fehlerhafte Projekte, sogar fehlerhafte Backup-Dateien, fehlerhafte manuelle „Sicherungskopien“ alle 10 Minuten bei der Arbeit – manchmal ließ sich kein Projekt mehr öffnen, es blieb nur der Rückgriff auf das Projekt vom Vortag – aber ein Tag Arbeit war futsch.

Die technische Hotline von Quark wußte nicht weiter, Bernd Drienko hat auch vergeblich versucht, mir zu helfen – Danke nochmals! –, bis ich noch tagelangem Suchen auf die Ursache kam:

EXTERNE DATEN VON AUSSEN!

Vermutlich war eine oder mehrere vom Kunden gelieferte Word-Datei(en) für QXP nicht zu verarbeiten, weil sie ein Konglomerat aus irgend welchen exotischen Schriften enthielt(en) – also keine reine Times im ganzen Text-Dokument –, was irgend wie dazu führte, dass ich in QXP einige „Phantomschriften“ hatte, die gar nicht vorhanden waren und QXP sich daran „verschluckte“.

Fehlerbehebung: Ich habe die Word-Dateien einfach alle mit der Times formatiert, allen Schnick-Schnack rausgeworfen und ein reines Textdokument mit einer Schrift erzeugt. Dann ging‘s.

Aber dafür habe ich zwei Tage Arbeit mit Nachtschichten opfern müssen und mein Rechner hat mich fast in den Wahnsinn getrieben … nein, so schlimm war es nicht. Aber schlimm genug.

Es ist das alte Dilemma, wie ich es vor 10 Jahren unter Mac OS 7/8/9 erlebt habe, wenn ein Kunde eine Anzeige mit fehlerhafter Schrift lieferte …

Eigentlich sollte man sich wirklich Gedanken machen, wie man seine Kunden für eine korrekte Datenabgabe erzieht, aber es wird vermutlich doch wieder am jeweiligen Grafiker/DTPler/Reinzeichner/ usw. hängen bleiben, das umzusetzen.

Schönes WE


Thobie
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als Antwort auf: [#354258]

Der Niedergang der Qualität in der Druckvorstufe?

Ronnie
Beiträge gesamt: 78

29. Jun 2008, 11:54
Beitrag # 162 von 190
Beitrag ID: #356309
Bewertung:
(21241 mal gelesen)
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Hallo Bernhard
Du sprichst mir aus dem Herzen! Genau das beschriebene Übel ist in meiner grafischen Arbeit Alltag. Auch sogenannte Marketing- und PR-Profis sind im Umgang mit reproduzierbaren Digitaldaten völlig unbedarft und hilflos. Uns bleibt wohl oder übel nur, immer wieder nach guten Daten nachzubohren, was manchmal diplomatisches Geschickt braucht, weil man ja nicht als Bremser im Prozess gelten will und die Arbeit dem Kunden doch so easy wie möglich machen möchte/sollte...

Dran bleiben,
Grüsse
Ronnie
Ro


als Antwort auf: [#194446]

Der Niedergang der Qualität in der Druckvorstufe?

Freeday
Beiträge gesamt: 5712

18. Aug 2008, 13:52
Beitrag # 163 von 190
Beitrag ID: #362924
Bewertung:
(20798 mal gelesen)
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Juhuu ich habe einen der Gründe für den Niedergang gefunden:
http://www.fontblog.de/...2b0d6e82c7195-8.html

Eine Katastrofe in W-moll :-/

Gruss Stefan


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als Antwort auf: [#356309]

Re: Der Niedergang der Qualität in der Druckvorstufe?

Thobie
Beiträge gesamt: 3835

18. Aug 2008, 17:58
Beitrag # 164 von 190
Beitrag ID: #362969
Bewertung:
(20749 mal gelesen)
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Hallo, Freeday,

ist ja nett zu lesen, aber lass die Kirche im Dorf und uns halblang
machen. Durch so einen Computer-Kurs in der Grundschule geht die
Druckvorstufe noch nicht zugrunde.

Der Flyer ist nicht umwerfend gestaltet, für diesen Zweck aber
ausreichend. Einfach ein paar frei verfügbare Cliparts reingesetzt.
Lustig, nett, für Kiddies ausreichend.

Außerdem siehst Du in der Auflistung, dass dort a) ein Gedicht, b)
eine Geschichte und c) ein Referat „gestaltet“ werden soll. Da steht
nix von einer 4-seitigen Hochglanzbroschüre oder einer Lifestile-
Zeitschrift. Für diesen Zweck ist so ein Kurs ausreichend, wenn die
Schüler schulnahe Aufgaben gestellt bekommen.

Anekdote: Mein Bruder durfte vor einigen Jahren in die in der Nähe
liegende Schule seiner Töchter fahren, weil dort im Computerkurs im
Programm Word zwischen jedem Seitendokument ein komischer grauer,
horizontaler Strich war, den man aber nicht anfassen oder weg löschen
konnte. Lösung: Der graue Strich war der Hintergrund zwischen den
Seiten in Word und eben per se da. So lernen die Kiddies!

Grüße


Thobie


> Juhuu ich habe einen der Gründe für den Niedergang gefunden:
> http://www.fontblog.de/files/0feaa861b257084c02a2b0d6e82c7195-8.html

--
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als Antwort auf: [#362924]

Re: Der Niedergang der Qualität in der Druckvorstufe?

MaDi
Beiträge gesamt: 11

20. Sep 2008, 19:29
Beitrag # 165 von 190
Beitrag ID: #367016
Bewertung:
(20465 mal gelesen)
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Beitrag als Lesezeichen
Hallo,

zu der Aussage >Eigentlich geht es um die Frage der Erziehung des Kunden … ;–)< habe ich eine Frage!

Wie?!- Wie kann man das seinem Chef beibringen, der eigentlich nur darauf schauen muss, dass der Monatsabschluss passt?
Musste mir z.B immer anhören, dass es zu Zeitintensiv ist; dass wir das Logo oder so doch jetzt einfach nachbauen sollen ohne dem Kd. auf die Nerven zu gehen; u.ä.

Kd. ist König! - Zu jedem Preis???

Muss man irgendwann einen Schlussstrich ziehen und es einfach geschehen lassen?

Ich beschäftige mich immer sehr intensiv mit den einzelnen Projekten (viele meinen, zu sehr) und bin immer bemüht, dem Kunden zu bremsen und aber gelichzeitig aufzuklären.

Denn nur ein ausreichend informierter Kunde, kann "erzogen" werden.

Grüße
Martina


als Antwort auf: [#355289]
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