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Warum beinhalten aus Illustrator exportierte PDFs den DeviceN Farbraum?

nDanne
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22. Aug 2019, 17:19
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Hallo zusammen,

vorab: Ich nutze Illustrator V 23.0.6 am Mac und habe wenig Erfahrung in der Erstellung von Druck-PDFs aus Illustrator heraus, da ich dies bislang immer mit InDeisgn bewerkstelligt habe.

Nun zu meinem Problem: Ich habe hier ein Logo in CMYK als Illustrator ai-Datei, das von einem externen Grafiker satmmt. Wenn ich es als PDF speichere (egal ob X-1a, X-3, X-4 Standard) zeigt mir Acrobat für Teile (Verläufe) des Logos den DeviceN Farbraum an?

Wie ist das zu erklären? Wie erreiche ich es, dass direkt alles in der PDF in DeviceCMYK gespeichert wird, ohne mit Acrobat die Farben nachträglich zu konvertieren? – Ich habe gelesen, dass DeviceN Objekte in der Druckvorstufe bei RIPs eventuell zu Problemen führen können, weshalb ich diese vermeiden möchte.

Ich würde mich sehr über eure Hilfe freuen.

Viele Grüße
Daniel E.

Warum beinhalten aus Illustrator exportierte PDFs den DeviceN Farbraum?

Peter Lenz
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22. Aug 2019, 18:54
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Hallo Daniel,

jeder CMYK-zu-CMYK- oder auch CMYK-zu-Volltonfarbe-Farbverlauf in Illustrator liegt im PDF als DeviceN-Farbraum-Beschreibung vor – das gilt ebenso für InDesign (Du hast das wahrscheinlich dort noch nicht bemerkt). In den Programmen Illustrator und InDesign kannst Du das Verhalten nicht ändern.

Der DeviceN-Farbraum taucht auch auf, wenn man mit Photoshop-Duplexbildern (HKS oder Pantone) arbeitet.

Ich habe diesbezüglich noch niemals Probleme gehabt.

Mehr Infos zu DeviceN hier:

https://www.hilfdirselbst.ch/...evice_N_P373505.html

Viele Grüße Peter
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iMac 27" Retina 5K, i7, macOS 13.6.7 Ventura, Acrobat Pro, Illustrator CC2023, CC2024, Affinity V2

(Dieser Beitrag wurde von Peter Lenz am 22. Aug 2019, 18:55 geändert)

Warum beinhalten aus Illustrator exportierte PDFs den DeviceN Farbraum?

nDanne
Beiträge gesamt: 4

23. Aug 2019, 09:26
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Hallo Peter,

vielen Dank für Deine schnelle und hilfreiche Antwort. Es beruhigt mich, dass es in der Druckvorstufe wahrscheinlich keine Probleme mit dem DeviceN Farbraum geben wird. Allerdings werden die Verläufe die ich direkt in Indesign erstelle bei mir tatsächlich nicht im DevieN Farbraum in der PDF (X-3) dargestellt, sondern in DeviceCMYK – aber wenn es keine Probleme bereitet, ist das ja irrelevant.

Viele Grüße
Daniel

Warum beinhalten aus Illustrator exportierte PDFs den DeviceN Farbraum?

Ulrich Lüder
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23. Aug 2019, 10:51
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Hallo

Antwort auf: ...Ich habe gelesen, dass DeviceN Objekte in der Druckvorstufe bei RIPs eventuell zu Problemen führen können.


Bist Du Dir sicher da nicht DeviceN mit dem NChannel-Farbraum zu verwechseln?

Gruß

Ulrich

Warum beinhalten aus Illustrator exportierte PDFs den DeviceN Farbraum?

Peter Lenz
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23. Aug 2019, 11:45
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Hallo Daniel,

Zitat Allerdings werden die Verläufe die ich direkt in Indesign erstelle bei mir tatsächlich nicht im DevieN Farbraum in der PDF (X-3) dargestellt, sondern in DeviceCMYK


Es macht auch einen Unterschied, ob man beim PDF/X-Export mit oder ohne Farbkonvertierung wählt. Ich arbeite seit 1990 mit Mac fast ausschließlich im Print-Bereich, und habe – zumindest in diesem Zusammenhang – noch nie nachträglich eine Farbraum-Konvertierung in Acrobat vorgenommen.

@ Ulrich

Es finden sich tatsächlich gelegentlich Hinweise zu Problemen in Verbindung mit DeviceN-Farbräumen. Gestern hatte ich so ein Beispiel:

https://www.xxldruck.de/cms/faq-s

Zitat Unser Tipp: Die angelieferten Druckdaten sollten ausschließlich in reinem CMYK angelegt sein. Volltonfarben (auch mit alternativem CMYK-Farbraum), NChannel und DeviceN-Farbräume können zu Fehlinterpretationen bei der Belichtung führen. Bei Verwendung von Lab oder RGB Farbräumen kann es zu Farbabweichungen kommen.


Ich bin der Meinung, dass das seit PostScript 3 Geschichte ist.

Viele Grüße Peter
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(Dieser Beitrag wurde von Peter Lenz am 23. Aug 2019, 11:46 geändert)

Warum beinhalten aus Illustrator exportierte PDFs den DeviceN Farbraum?

Henry
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23. Aug 2019, 12:14
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Hier gab es im Forum, vor zwei Wochen erst, ein Problem mit "DeviceN" (PDF aus CorelDrawX8):
https://www.hilfdirselbst.ch/...html?guest=126750327

(Dieser Beitrag wurde von Henry am 23. Aug 2019, 12:14 geändert)

Warum beinhalten aus Illustrator exportierte PDFs den DeviceN Farbraum?

Ulrich Lüder
Beiträge gesamt: 2308

23. Aug 2019, 13:56
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@Peter:
Antwort auf: @ Ulrich

Es finden sich tatsächlich gelegentlich Hinweise zu Problemen in Verbindung mit DeviceN-Farbräumen. Gestern hatte ich so ein Beispiel:

https://www.[b]xxldruck[/b].de/cms/faq-s

Zitat Unser Tipp: Die angelieferten Druckdaten sollten ausschließlich in reinem CMYK angelegt sein. Volltonfarben (auch mit alternativem CMYK-Farbraum), NChannel und DeviceN-Farbräume können zu Fehlinterpretationen bei der Belichtung führen. Bei Verwendung von Lab oder RGB Farbräumen kann es zu Farbabweichungen kommen.


Ich bin der Meinung, dass das seit PostScript 3 Geschichte ist.

Viele Grüße Peter


Das ist wahrscheinlich Bannerdruck? Jedenfalls empfehlen die ganz auf Sonderfarben zu verzichten... (vermutlich weil da der Alternativfarbraum - wenn er mal nicht CMYK ist - dann die Farbigkeit verschiebt...)

Ein RIP oder workflow für Offsetplattenbelichtung, die kein DeviceN können, ist nicht konnkurenzfähig heutzutage und deshalb wohl auch nirgends nada niente nicht mehr im Einsatz.

@Henry:
Antwort auf: Hier gab es im Forum, vor zwei Wochen erst, ein Problem mit "DeviceN" (PDF aus CorelDrawX8):
https://www.hilfdirselbst.ch/...html?guest=126750327


Auch hier ist ohne Überprüfung der Ärger bereitenden Datei nicht sicher, ob es wirklich der Farbraum DeviceN ist, der Ärger macht...

;-)

Gruß

Ulrich

Warum beinhalten aus Illustrator exportierte PDFs den DeviceN Farbraum?

Thomas Richard
Beiträge gesamt: 19374

23. Aug 2019, 14:14
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Antwort auf: Auch hier ist ohne Überprüfung der Ärger bereitenden Datei nicht sicher, ob es wirklich der Farbraum DeviceN ist, der Ärger macht...

Oder der Verursacher nicht VOR dem Bildschirm sitzt, indem er ein zweites als Volltonfarbe definiertes Schwarz definiert und verwendet hat – schafft(e) man auch problemlos in Indesign.


MfG

Thomas


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