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Überfüllung/Trapping nachträglich in PDF entfernen

tobias.fries
Beiträge gesamt: 13

20. Feb 2018, 10:17
Beitrag # 1 von 3
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Hallo zusammen,

ich habe aktuell die Aufgabe Daten aus dem Verpackungsdruck (Flexo) für den Digialdruck aufzubereiten.

Das umwandeln von Sonderfarben in CMYK bereitet hierbei keine Probleme. Ich habe allerdings ein Problem mit den Überfüllern, welche teilweise in den PDF Daten enthalten sind. Da im Digitaldruck in CMYK und mit genauerem Passer gedruckt wird machen diese keinen Sinn mehr und sehen im Druckbild unschön aus.

Ich möchte diese daher gerne nachträglich im PDF entfernen. Gibt es hierfür eine Lösung dies direkt im PDF zu erledigen? Evtl. auch über Plugin oder Zusatzsoftware.

Ich habe leider, nur mit großen Aufwand verbunden, Zugriff auf die originalen, offenen Daten wo dies natürlich ohne Problem möglich wäre. Diesen Aufwand möchte ich mir gerne ersparen.

Vielen Dank für jeden sinnvollen Beitrag!
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Überfüllung/Trapping nachträglich in PDF entfernen

Ulrich Lüder
Beiträge gesamt: 2122

20. Feb 2018, 12:15
Beitrag # 2 von 3
Beitrag ID: #562501
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hallo

wenn die Unter- + Überfüller der Verpackungsdruckdateien via Überdrucken-Attribut erzeugt wurden, dann kannst Du in PitStop (eventuell auch via Acrobat Preflight-Korrektur, das weiß ich aus dem Stand jetzt aber nicht...) eine Aktionsliste Kreieren, die erst alle Objekte mit Attribut überdrucken auswählt und danach dann diese auf "Überdrucken Aus stellen" festlegt.

Eventuell musst Du dann anschliessend schwarzen Text wieder mittels globaler Änderung auf Überdrucken stellen, weil dieser ja auch betroffen war von der Maßnahme.

----

Sind aber die Überfüller in Deiner Ursprungsdatei nun eigens gefärbte Objekte (Konturen) geworden, dann mußt Du wohl oder übel diese diese entfernen, bzw entsprechend umfärben. Mit PitSTop liesse sich da sicher auch etwas zusammenfassen (bestimmte Farbzusammensetzungen auswählen und dann global im Dokument ändern), aber ich würde dieser Art Eingriff schon auf "übersichtliche" Dokumente beschränken ;-)


Gruß,

Ulrich


als Antwort auf: [#562498]
(Dieser Beitrag wurde von Ulrich Lüder am 20. Feb 2018, 12:16 geändert)

Überfüllung/Trapping nachträglich in PDF entfernen

rohrfrei
Beiträge gesamt: 4377

20. Feb 2018, 17:41
Beitrag # 3 von 3
Beitrag ID: #562508
Bewertung:
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Hallo,

Trapping erfolgt mittels spezieller Software. Mittels dieser speziellen Software ist es meist auch möglich die Trapping-Objekte auch wieder zu entfernen. Manuell würde wohl jeden vertretbaren Aufwand sprengen.

Die etablierten Trapping-Module in der Akzidenz von Kodak oder HDM haben Plugins für Acrobat, mit denen man das editieren kann. Wenn es eine Datei aus Flexo ist dann dürfte vermutlich Esko zur Anwendung gekommen sein. Die machen das in Illu oder Artpro.

Sieht man es deutlich? Das kann schon sein im Digitaldruck bei niedriger Auflösung. Sieht man es nicht so lassen. Alles andere wird verschlimmbessert.

Gruß


als Antwort auf: [#562501]

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Nur auf den ersten Blick scheint dieses Thema exotisch. Aber eine neue EU-Richtlinie und deren Auswirkungen auf deutsche Gesetze werden dieses Thema auch für Publisher interessant machen. Die EU-Richtlinie "2102 zu Barrierefreiheit" besagt folgendes: Ab dem 23. September 2018 müssen alle öffentlichen Stellen ihre neuen (Office- oder PDF-) Dokumente grundsätzlich barrierefrei veröffentlichen. Im Juni wurde der Gesetzentwurf zur Umsetzung dieser Richtlinie im deutschen Bundestag vom "Ausschuss für Arbeit und Soziales" (19/2728) angenommen. Es wird also ernst für "öffentliche Stellen" und damit auch für deren Dienstleister, die mit der Umsetzung beauftragt werden. Die Richtlinie gilt nämlich nicht nur für Bundes- und Landesbehörden, sondern auch für Verbände, die im Allgemeininteresse liegende Aufgaben erfüllen. Das wären somit auch Gerichte, Polizeistellen, Krankenhäuser, Universitäten, Bibliotheken und einige mehr. Weitere Informationen findest Du hier, hier und hier. Wenn also oben genannte Auftraggeber zu Deinen Kunden zählen, solltest Du Dich vorbereiten. Und da es neben Websites auch um alle downloadbaren Dateien geht sind eben auch PDFs zukünftig barrierefrei zu erstellen. Arbeitet man in InDesign, können dort einige Vorbereitungen getroffen werden. Klaas Posselt ist der ausgewiesene Spezialist im deutschsprachigen Raum für alle Fragen rund um das Thema. Deshalb freuen wir uns, dass er uns in einem Vortrag die Grundlagen dazu vermitteln wird. Wir setzen voraus, dass Du den Umgang mit InDesign gewohnt bist, die Gründe und Vorteile von der Nutzung von Formaten kennst und weißt, wie man lange Dokumente „richtig“ aufbaut. Der Vortrag setzt bewusst DANACH ein. Inhalt des Vortrages ist der Hintergrund von „Barrierefreiheit“ und Möglichkeiten und Grenzen innerhalb von InDesign. Es wird erklärt, welche Bedeutung das kostenpflichtige PlugIn MadeToTag hat und warum und für was man es braucht. Ziel ist es den Rahmen aufzuzeigen, in dem sich das Thema „Barrierefreiheit“ in InDesign abspielt. Du weißt hinterher, wo die „Baustellen“ sind, wo Du weitergehende Infos bekommst und welchen Weg Du einschlagen musst. Am nächsten Tag veranstalten wir zwei Bootcamps, die das Thema praktisch vertiefen. "IDUGS Bootcamp #2" und "IDUGS Bootcamp #3" Klaas Posselt ist studierter Dipl.-Ing. für Druck- und Medientechnik und kam über verschiedene Anfragen zum Thema barrierefreie PDF Dokumente. Seit über 10 Jahren arbeitet er in den Bereichen Medientechnik und Publishing zwischen Medienherstellern, Druckermaschinen und digitalen Ausgabekanälen. Er schult, begleitet und unterstützt Kunden bei der Einführung und Optimierung von Publikationsprozessen und auf dem Weg zu neuen digitalen Ausgabekanälen — egal ob E-Books, barrierefreie PDFs oder Webplattformen. Als Chairman des PDF/UA Competence Center der PDF Association beteiligt er sich an der Weiterentwicklung und Verbreitung des Standards PDF/UA für barrierefreie PDF Dokumente. Diese Veranstaltung kommt nur zu Stande durch die freundliche Unterstützung von "Six Offene Systeme GmbH" -- Enterprise-Content-Management-System und Media-Asset-Management-System.

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