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[GastForen Aktuell/Neuerungen, Feedback Entrypoint - Das Einsteigerforum hallöchen...ein Neuankömmling bittet um Hilfe ;D

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hallöchen...ein Neuankömmling bittet um Hilfe ;D

sunset84
Beiträge gesamt: 1

11. Feb 2008, 17:32
Beitrag # 1 von 19
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hallöchen!

Ich hab da eine vll.etwas ungewöhnliche Frage...

Seit Sept.vergangenen Jahres habe ich an der Berufsfachschule für Druck- und Medientechnik eine schulische Ausbildung als Mediengestalterin begonnen.
Illu, Indesign, Photoshop und Quark sind seit diesem Zeitpunkt absolutes Neuland für mich - da dies nicht länger der Fall sein soll-möcht ich gere hab von euch wissen,womit
bzw. WIE habt ihr angefangen euch das Wissen bwz. den Umgang mit den Programmen anzueignen?
-Per Handbuch, experimentieren, Tutorials oder per Video-Workshops? Womit war der Einstieg für euch am leichtesten?
Und mit welchen Thematiken beginne ich, d.h. wie filtere ich was zum "Basiswissen" gehört und was eher nebensächlich ist?

Es wäre echt nett, wenn mir jemand von euch ein paar gute Tipps geben könnte, da ich dahingehend wie ihr seht etwas ratlos bin- denn es gibt soo viel zu lernen, so vieles das mich interessiert - aber ich habe noch keinen "roten faden" gefunden...

Vielen Dank bereits im Vorraus für eure Antworten!

der *Neuankömling*
X

hallöchen...ein Neuankömmling bittet um Hilfe ;D

Jens Naumann
Beiträge gesamt: 5136

11. Feb 2008, 20:52
Beitrag # 2 von 19
Beitrag ID: #336248
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Hallo Sunset84,

herzlich Willkommen bei HDS.
Smile

Hmm, das ist lange her bei mir, dass ich den Einstieg in die von Dir erwähnte Software gemacht habe. Damals war es in erster Linie ein ins Kalte-Wasser-geworfen-werden mit Aufträgen, die ich als Lehrling bearbeiten durfte.

Mein persönlicher Favorit sind Video-Schlungen. Ich besitze in der Zwischenzeit eine ganz stattliche Sammlung von Video2Brain-Schlungs-DVDs. Dort gibt es für manche Programme auch spezielle Grundlagen-DVDs (InDesign zum Beispiel). Das Sehen und direkte Nacharbeiten finde ich eine sehr effektive Methode des Lernens.

Gott grüß die Kunst,
Jens


als Antwort auf: [#336189]

Re: Re: hallöchen...ein Neuankömmling bittet um Hilfe ;D

Thobie
Beiträge gesamt: 3845

11. Feb 2008, 20:58
Beitrag # 3 von 19
Beitrag ID: #336255
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Hallo, Sunset,

viele Wege führen nach Rom. Was für den einen gut geeignet ist, geht
bei jemand anderem gar nicht. Sprich Bücher, Seminare, Workshops,
Tutorial-Videos usw.

Mein "Werdegang": Bevor ich den ersten Auftrag für eine Grafik für
FreeHand (Version 3.0 unter Windows 3.11 ;-)) hatte, habe ich eine
Woche lang vorher ein dickes Buch über FreeHand gepaukt. Das reichte
mir.

Bei QuarkXPress war der Werdegang der Gleiche.

Dass ich aber dennoch mein Lehrgeld bezahlt habe – also dicke Fehler
gemacht habe, die einem Profi nicht unterlaufen – ist zu erwarten
gewesen.

Ein Dienstleister hätte mir einen Chromalin-Proof eines Buchcovers,
das ich gestaltet habe, gerne um die Ohren gehauen, weil ich einige
Stellen des Bildes bearbeite habe, wie man es nicht macht … :-/

Nun ja, irgendwann habe ich dann diesen Berufsabschluss, den Du jetzt
machst , nachgeholt und habe es jetzt amtlich … ;-)

Also, hör‘ Dir noch die Tipps der anderen Kollegen hier an und
entscheide selbst. Aber eins ist sicher: Fehler werden Dir sicherlich
zahlreich unterlaufen. Aber dann machst Du es daraufhin um einiges
besser.

Und außerdem gibt es ja dieses Forum, wenn es Probleme geben sollte …

Grüße




Thobie



> … möchte ich gerne von Euch wissen, womit bzw. WIE habt ihr
> angefangen habt, Euch das Wissen bzw. den Umgang mit den Programmen
> anzueignen? Per Handbuch, experimentieren, Tutorials oder per Video-
> Workshops? Womit war der Einstieg für Euch am leichtesten? Und mit
> welchen Thematiken beginne ich, d.h. wie filtere ich, was zum
> "Basiswissen" gehört und was eher nebensächlich ist?



als Antwort auf: [#336189]

hallöchen...ein Neuankömmling bittet um Hilfe ;D

Lady Stardust
Beiträge gesamt: 803

11. Feb 2008, 21:24
Beitrag # 4 von 19
Beitrag ID: #336259
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Hallo Sunset,

die Video-Schulungen von Video2Brain, die Jens empfolen hat, eignen sich tatsächlich hervorragend, um den Einstieg in ein neues Programm oder ein neues Arbeitsfeld zu erleichtern. Hat man sich da einmal durchgearbeitet, lohnt sich sicher auch die Anschaffung eines etwas umfangreicheren Nachschlagewerks zu dem ein oder anderen Programm, mit dem man sich intensiver auseinandersetzen will/muss. Bei der umfangreichen Literatur, die zum Thema Layout-, Grafik-, Mediensoftware erhältlich ist, lässt sich hier allerdings nur schwer eine allgemeine Empfehlung aussprechen.

Was ich immer sehr intensiv genutzt habe war das Angebot meiner Stadtbibliothek. Hier gibt es i.d.R. zahlreiche Bücher und z.T. auch Video-Schulungen zum den Themem Mediengestaltung, Grafikdesign, Typo & Layout sowie zu entsprechender Software, die man ausleihen und zu Hause ausgiebig testen kann, bevor man viel Geld dafür auslegt und schließlich eventuell doch feststellen muss, dass sich der Kauf für die eigenen Bedürfnisse nicht wirklich gelohnt hat. Schau doch einfach mal nach, ob die Stadtbib. in deiner Stadt einen Onlinekatalog hat und stöbere ein wenig darin herum.

Grüße,
Lady S.


als Antwort auf: [#336248]

hallöchen...ein Neuankömmling bittet um Hilfe ;D

Sacha Heck
  
Beiträge gesamt: 3275

11. Feb 2008, 23:20
Beitrag # 5 von 19
Beitrag ID: #336272
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Hallo Neuankömmling,

Als ich meine Ausbildung zum Schriftsetzer anfing und gerade X-Press 4
und Photoshop 4 der letzte Hype waren ;-) da hieß es auch nur
Learning by doing denn die meisten kamen vom Fotosatz her und haben
die Programme auch nicht »richtig« gelernt. Damals gab es auch keine
Video Tutorials.

Was mir am meisten gebracht hat: Komplizierte Tabellen mit vielen
Linien nachbauen, Anzeigen nachbauen und immer millimetergenau mit
Typometer nachmessen um das Auge zu schulen. Dann mal verschiedene
»echte« Aufträge machen und das Layout nachbauen. Durch Nachbauen
im großen ganzen lernt man viel denn man muß sich immer fragen:
wie erreiche ich diesen Effekt und welche Werkzeuge sind in meinem
Wahlprogramm am besten dazu geeignet?

Heute bilde ich mich am liebsten auf 3 verschiedene Weisen fort die uns
die modernen Medien bieten: Bücher, Video2Brain oder lynda.com-Tutorials
und: Foren wie das HDS oder andere. Meistens ist eine Kombination
am sinnvollsten.

Aber das wichtigste, was ich heute auch oft vergesse: Auf ein Thema
konzentrieren und das dann durchziehen und nicht heute dies machen
wollen und morgen das. Dann noch etwas Ausdauer und das wird
schon. Ach ja: Und immer selbstkritisch sein. Resultat anschauen
und sich immer objektiv fragen: Was gefällt mir nicht 100 pro.

Ja, ich würd' sagen das ist, was mir zum Thema so einfällt.
Viel Glück.

Gruß,
Sacha



mediengestalter.lu



als Antwort auf: [#336189]
(Dieser Beitrag wurde von siuloong am 11. Feb 2008, 23:21 geändert)

hallöchen...ein Neuankömmling bittet um Hilfe ;D

Jens Naumann
Beiträge gesamt: 5136

12. Feb 2008, 17:09
Beitrag # 6 von 19
Beitrag ID: #336479
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Hallo,

nachdem ich schon Werbung für Schulungsvideos gemacht habe, hier noch ein Tipp: Auf der Homepage von Video2Brain findet man meist auch ein paar kostenlose Testsequenzen aus unterschiedlichen Schulungsvideos. Das kann das Konzept vielleicht etwas besser verdeutlichen.

Nebenbei: meine Lieblingsbücher stammen oftmals aus dem Galileo-Verlag.

Gott grüß die Kunst,
Jens


als Antwort auf: [#336272]

Re: Re: hallöchen...ein Neuankömmling bittet um Hilfe ;D

Thobie
Beiträge gesamt: 3845

12. Feb 2008, 21:40
Beitrag # 7 von 19
Beitrag ID: #336528
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> Was mir am meisten gebracht hat: Komplizierte Tabellen mit vielen
> Linien nachbauen, Anzeigen nachbauen und immer millimetergenau mit
> Typometer nachmessen um das Auge zu schulen. Dann mal verschiedene
> »echte« Aufträge machen und das Layout nachbauen. Durch Nachbauen im
> großen ganzen lernt man viel denn man muß sich immer fragen: wie
> erreiche ich diesen Effekt und welche Werkzeuge sind in meinem
> Wahlprogramm am besten dazu geeignet?

Hallo, Siu… – hast Du auch einen deutschen Namen ;-)?,

das kann ich nachvollziehen, aber nicht ganz unterstreichen. Damit
lernt man den Satz von Büchern/Zeitschriften/Anzeigen und kennt
langsam die technischen Gegebenheiten und Erfordernisse eines
Layoutprogramms.

Was man nicht lernt, ist das Kreative. Was also gefordert ist, wenn
ein Kunde mit diffusen Vorstellungen kommt und sagt: "Also, ich hätte
da gern dies und das … eine Firmenausstattung – aber die soll diesem
und jenem entsprechen – … oder eine Image-Broschüre … aber da steht
der folgende Gedanke dahinter …".

Das sind Dinge, die Kreativität verlangen – keine Layoutprogramm-
Kenntnisse bis in die tieftsten Tiefen –, einige Stunden an Muße und
In-sich-Gehen und den Entwurf und dann das Scribble für eine Idee,
eine Gestaltung, einen Entwurf, ein Konzept, was man umfassend
entwirft und dem Kunden – ich sage mal salopp: als DIE
Marketingstrategie überhaupt – präsentiert.

Ich sage mal: Kreation versus Medientechnik?

Okay?

Grüße




Thobie


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Autor | Designer | Verleger
Gustav-Adolf-Str. 34a · 22043 Hamburg · Tel. 040/6116 9771
www.medien-schmie.de | www.kreativ-schmie.de | www.buch-schmie.de
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als Antwort auf: [#336272]

Re: Re: hallöchen...ein Neuankömmling bittet um Hilfe ;D

Sacha Heck
  
Beiträge gesamt: 3275

12. Feb 2008, 22:41
Beitrag # 8 von 19
Beitrag ID: #336539
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Hallo Thomas,

Zitat Hallo, Siu… – hast Du auch einen deutschen Namen ;-)?,

Na sicher. Damit unterzeichne ich ja immer ;-)


Zitat Das sind Dinge, die Kreativität verlangen – keine Layoutprogramm-
Kenntnisse bis in die tieftsten Tiefen

Ich gebe dir absolut Recht! Es gibt das eine: Seine Werkzeuge zu kennen
und das andere: Mit Kunden umgehen können, Geschmack und Feeling
für Design, Farben, Schriften u.s.w. Nur ist letzteres um sehr vieles
schwerer zu erlernen als wie die Programme funktionieren und bedürfen
auch einiges an (jahrelanger)Erfahrung. Gibt also immer auch beide
Seiten. Einer der Photoshop in und auswendig kennt muß noch lange
keine schöne Sachen machen können ;-)

Aber gefragt war ja:

Zitat möcht ich gere hab von euch wissen,womit
bzw. WIE habt ihr angefangen euch das Wissen bwz. den Umgang mit den Programmen anzueignen?


... von daher ...

Viele Grüße,
Sacha



mediengestalter.lu



als Antwort auf: [#336528]

Re: hallöchen...ein Neuankömmling bittet um Hilfe ;D

Thobie
Beiträge gesamt: 3845

12. Feb 2008, 23:29
Beitrag # 9 von 19
Beitrag ID: #336544
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Hallo, Sacha – endlich was Deutsches … ;-)

> Zitat: … möchte ich gerne halt von Euch wissen, womit bzw. WIE habt
> ihr angefangen, Euch das Wissen bzw. den Umgang mit den Programmen
> anzueignen?

okay, gehen wir an den Anfang der Frage zurück:

> Berufsfachschule für Druck- und Medientechnik eine schulische
> Ausbildung als Mediengestalterin

Wie ich es von meiner eigenen externen Ausbildung kenne, wird an den
Berufsfachschulen und Ausbildungsbetrieben unter anderem zwischen
Medientechnik und Mediendesign unterschieden

Jetzt ist die Frage, welche Ausrichtung die Fragende hat. Aus ihrem
Profil kann ich nicht entnehmen, ob sie in D oder CH wohnt. Da dieses
Ausbildung aber in der CH anscheinend Polygraf heißt, vermute ich mal
einen Wohnsitz und eine Ausbildung in D.

Schlägt sie die Richtung "Medientechnik" ein, dann ist tatsächlich
"nur" die Kenntnisse verschiedenster Programme wie PS, ID, QXP, AI
usw. notwendig. Sie kann also in der Druckvorstufe eines großen
Betriebes schnell Karriere machen.

Schlägt Sie aber die Richtung "Mediendesign" ein, dann ist das
gefragt, was ich meinte: Kreativität und eigene Ideen. Welche Idee,
welcher Entwurf, welches Konzept passt zu meinem Kunden und seinem
angestrebten Ziel??? Da muss man sich einfach erst mal einige Stunden
lang ein paar Tassen Kaffee reinziehen, um weiter zu kommen. Und seine
kreative Ader sprudeln lassen.

Ich sage mal ganz doof: Wenn man ein Programm beherrscht, sei es
Outlook, Word oder QXP und ID, dann kann man damit alles anstellen.
Aber einen kreativen Showdown oder für den Print-Bereich einen
EyeCatcher für seinen Kunden schafft man damit noch nicht.

Daher die Frage an die Fragestellende: Wo liegt der Schwerpunkt:
Technik und Programme … oder Kreation?

Grüße


Thobie


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Autor | Designer | Verleger
Gustav-Adolf-Str. 34a · 22043 Hamburg · Tel. 040/6116 9771
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als Antwort auf: [#336539]

Re: hallöchen...ein Neuankömmling bittet um Hilfe ;D

Jens Naumann
Beiträge gesamt: 5136

13. Feb 2008, 09:42
Beitrag # 10 von 19
Beitrag ID: #336594
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Antwort auf [ Thobie ] Sacha – endlich was Deutsches … ;-)


Sorry, Thomas, aber Sascha ist eigentlich etwas Russisches, und zwar die Kurzform von Alexander. Das mal nur so außerhalb der Reihe.

Kreativität ist immer etwas Sinnvolles, auch bei einem sehr eng gezurrten Gestaltungskonzept. Nur nutzt die beste Kreativität nichts, wenn man nicht weiß, wie und/oder etwas auch technisch realisierbar ist. Daher sollten die handwerklichen Fähigkeiten auf alle Fälle geschult sein. Und wenn es nur so ist, dass man weiß, was technisch (sinnvoll) möglich ist, auch wenn man es selbst nicht umsetzen kann.

Ich kenne nur leider allzuviele Beispiele aus einer Werbeagentur, in der ich einmal gerabeitet hatte, die eine eigene Grafikabteilung hatte, die Umsetzung der Gestaltung aber der Satzabteilung überließ. Dort kamen dann 4c-Texte fürs Kleinstgedruckte oder zwei Meter gestalteter Blindtext, wo der Kunde aber nur drei Textzeilen hatte, nicht reproduzierbare Sonderfarbengestaltung für einen Vierfarbdruck und, und, und. Kreativ waren sie, aber noch kreativer mussten wir stringenten Setzer sein, um dieses Konzept wieder drucktechnisch einzufangen.

Gott grüß die Kunst,
Jens


als Antwort auf: [#336544]

Re: hallöchen...ein Neuankömmling bittet um Hilfe ;D

Thobie
Beiträge gesamt: 3845

14. Feb 2008, 01:23
Beitrag # 11 von 19
Beitrag ID: #336814
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Hallo, Jens,

> Sorry, Thomas, aber Sascha ist eigentlich etwas Russisches, und zwar
> die Kurzform von Alexander. Das mal nur so außerhalb der Reihe.

danke für den Hinweis.

>
> Dort kamen dann 4c-Texte fürs Kleinstgedruckte oder zwei Meter
> gestalteter Blindtext, wo der Kunde aber nur drei Textzeilen hatte,
> nicht reproduzierbare Sonderfarbengestaltung für einen Vierfarbdruck
> und, und, und. Kreativ waren sie, aber noch kreativer mussten wir
> stringenten Setzer sein, um dieses Konzept wieder drucktechnisch
> einzufangen.

Na ja, das kenne ich ja auch zu gut. Wenn die Kundenwünsche kommen und
der Setzer das umsetzen muss. Ich war ja auch früher als freier
Mitarbieter in Satz-Abteilungen tätig. Einmal habe ich die
Reinzeichung eines Flyers für die Telekom übernommen, den ein Graifker
gestaltet hatte. Meine Hauptaufgabe bestand dabei eigentlich darin,
jede Schriftgröße und den Zeilenabstand eines Textes zu überprüfen und
von irgendwelchen 10,128 pt oder 24,697 pt auf ganze Maße oder
zumindest xyz,5- Maße zu ändern – damit sich das RIP nicht
verschluckt. Das war damals zumindest so, dass das nicht jeder
Belichter verarbeiten konnte.

Aber das war ja mein Hinweis: Wo ist der Schwerpunkt? In der Kreation
und Grafik? Oder in der Technik und im Satz/der Druckvorstufe.

Denn, Jens, ein Grafik-Designer muss das, was Du hier bemängelt hast
und ich oben auch genannt habe, gar nicht kennen. Denn dafür gibt es
eben die Druckvorstufenprofis, die wissen, was geht und was nicht. Und
das Konzept technisch umsetzen.

Ich kenne Kollegen in Hamburg, die gehen mit ihrer kreativen Ader an
ein Konzept und einen Entwurf für ihre Kunden heran, gestalten was
Schönes
und geben das Ganze für die technische Aufbereitung und die
Erstellung eines soliden PDFs für die Druckerei an einen externen
Dienstleister außer Haus. Ein valides, geprüftes PDF – was ist das
genau und wie macht man das, wäre eine Frage solcher Leute.

Ichsage mal frech, der Inhaber einer Werbeagentur muss auch nicht
wissen, wie man ein Bildcomposing oder einen Freisteller in PS macht.
Gut wäre es, wenn er es wüsste. Er muss es aber nicht wissen. Denn er
muss solche Sachen können wie Marketing, Werbestrategien und
Management und Führungsqualitäten haben.

Wie heißt es so schön im Deutschen: Arbeitsteilung.

Deswegen die Frage an Sunset, ob es eher ein Happen Kreation sein soll
oder ein Happen Photoshop? Bei letzterem würde ein gutes Buch reichen
und üben, üben, üben
;-)

Grüße


Thobie


--
Autor | Designer | Verleger
Gustav-Adolf-Str. 34a · 22043 Hamburg · Tel. 040/6116 9771
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als Antwort auf: [#336594]

Re: hallöchen...ein Neuankömmling bittet um Hilfe ;D

Jens Naumann
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14. Feb 2008, 11:51
Beitrag # 12 von 19
Beitrag ID: #336879
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Antwort auf [ Thobie ] Gut wäre es, wenn er es wüsste. Er muss es aber nicht wissen.


Es war nur so ein Gedanke, dass man auch mal über den eigenen Tellerrand hinausschauen sollte. Denn es ist auch als Grafiker enorm hilfreich sich von Gestaltungsideen verabschieden zu können, wenn sie technisch nicht funktionieren. Also so etwas wie die Funktionalität einer Hausschrift nicht nur in Pantone sondern auch in 4c oder ein Automobillogo auf einem Metallichintergrund.

Am Ende hast du wahrscheinlich recht und unterscheidet den guten Setzer vom schlechten. Danke, liebe Grafiker, dass ihr euer Unwissen für uns zum Qualitätsmerkmal stilisiert. Oder so … Mal g’sagt … Also gell …
;-)

Gott grüß die Kunst,
Jens


als Antwort auf: [#336814]

Re: hallöchen...ein Neuankömmling bittet um Hilfe ;D

mpeter
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14. Feb 2008, 18:01
Beitrag # 13 von 19
Beitrag ID: #336977
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Hi,

»... ein Grafik-Designer muss das, was Du hier bemängelt hast
und ich oben auch genannt habe, gar nicht kennen.«

Das halte ich schlichtweg für falsch! Was nützt das ganze schöpferische Handeln wenn es nicht umsetzbar ist? Auch der beste Druckvorstufen-Guru kann kein Licht drucken oder 5-Punkt-Schrift in 4 Farben sauber auf die Druckmaschine zaubern.
Es gibt Fakten an denen man nicht vorbei kommt!

Ich bin übrigens gelernter Schriftsetzer und seit längerer Zeit auch Grafiker – also ein bisschen kann ich mitreden ;-)

... so, und jetzt ab in den Feierabend.
Gruß
Magnus

OSX 10.12.6, Adobe CS6/CC


als Antwort auf: [#336814]

Re: hallöchen...ein Neuankömmling bittet um Hilfe ;D

Thobie
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16. Feb 2008, 03:00
Beitrag # 14 von 19
Beitrag ID: #337218
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Hallo, Magnus,

> Das halte ich schlichtweg für falsch! …
> Es gibt Fakten an denen man nicht vorbei kommt!

es ist richtig, dass ein Grafik-Designer wissen sollte, was technisch
umsetzbar ist. Aber es muss es nicht umsetzen können. Und viele wissen
es eben auch nicht.

Geh‘ doch mal in große Agenturen mit einem Team von 20-30 Mitarbeitern.
Glaubst Du, ein Designer schert sich darum, ob das der Setzer/
Druckvorstufenprofi dann auch umsetzen kann? Letztere sind doch
diejenigen, die die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und dem
"Kreativen" in einer 15-minütigen Erklärung mitteilen müssen, was
nicht umsetzbar ist und warum.

> Ich bin übrigens gelernter Schriftsetzer und seit längerer Zeit
> auch Grafiker – also ein bisschen kann ich mitreden ;-)

Schön für Dich. Ich als One-Man-Show muss meinen Kunden auch alles
bieten – vom Scribble bis zur Druckabnahme.

Teams machen dies aber nicht. Dies gibt es sicherlich genauso im
Sektor Video-/Fernsehwerbung. Hochfliegende "Kreative" produzieren
eine kreative Idee nach der anderen – für eine 20-sekündige
Fernsehwerbung für Daimler –, wenn das jedoch der digitale Bild-
oder Tontechniker in die Finger bekommt, ist das Chaos vorprogrammiert.

Ein Inhaber einer Werbeagentur – der mich als Produktioner
einspannen wollte – kommt mit den geistreichsten Ideen und
kreativsten Entwürfen zu mir ins Büro, erklärt mir neue Produkte –
mit Nutung, Stanzung, Perforierungen, Spiralbindung usw.
Klingt alles gut. Ich hole ihn dann in 5 Min. auf den Teppich zurück,
sage, was technisch machbar ist und was nicht,
und was den finanziellen Rahmen sprengt.

Deswegen ist dieser Hinweis nicht falsch! Die eine Seite ist die
Kreation, die visionäre Vorstellung, die Idee – die andere die
Technik, Umsetzbarkeit und Machbarkeit.

Dies alles von allen an einem Projekt teilnehmenden Mitarbeitern zu
verlangen, ist ziemlich abwegig, wenn nicht sogar realitätsfern.

Übertrage es einmal auf den normalen Alltag: Das eine ist, das, was
wir gern möchten. Das andere jedoch, was realisierbar ist! Beides muss
von einander keine Ahnung haben.

Grüße


Thobie


--
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als Antwort auf: [#336977]

Re: hallöchen...ein Neuankömmling bittet um Hilfe ;D

Jens Naumann
Beiträge gesamt: 5136

18. Feb 2008, 12:18
Beitrag # 15 von 19
Beitrag ID: #337455
Bewertung:
(4489 mal gelesen)
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Beitrag als Lesezeichen
Antwort auf [ Thobie ] es ist richtig, dass ein Grafik-Designer wissen sollte, was technisch umsetzbar ist. Aber es muss es nicht umsetzen können. Und viele wissen es eben auch nicht.

Das eine ist, das, was wir gern möchten. Das andere jedoch, was realisierbar ist! Beides muss von einander keine Ahnung haben.


Hallo Thomas,
letztenendes sind wir uns doch alle einig. Mehr Wissen ist besser als weniger Wissen. Und wenn wir uns zurück auf den Grund unserer Diskussion besinnen, so würde ich als Fachrat eben angeben, dass ein Lernender doch die Möglichkeit nutzen sollte über den Tellerrand zu blicken. Auch wenn er dann direkt Fachfremdes nicht automatisch beherrscht, so bleibt doch ein Verständnis dafür zurück.

Gott grüß die Kunst,
Jens


als Antwort auf: [#337218]
X

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Ja

Organisator: Impressed GmbH

Kontaktinformation: Detlef Grimm, E-Mailschulungen AT impressed DOT de

https://www.impressed.de/schulung.php?c=sDetail&sid=281

callas pdfToolbox 11