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icc profile in Photoshop

Dive_Master
Beiträge gesamt: 6

19. Okt 2004, 18:25
Beitrag # 1 von 9
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hallo alle zusammen,
zuallererst mal ein riesengrosses lob an alle betreiber und fleissigen schreiber dieses forums.
ich lese schon ein paar tage im forum nachdem ich es entdeckt habe und bin echt begeistert; was für eine community :-)

ich hab erst überlegt meine frage in colormanagement zu posten, denke mir aber, da es sich um photoshop handelt worauf sich meine fragen beziehen, poste ich mal lieber hier.

aber nun zu meiner frage.
wahrscheinlich wieder mal total dämliche anfängerfrage, aber irgendwie will da was nicht so recht rein in meinen kopf :-(

In ps kann ich mit bestimmten icc profilen arbeiten.
jedes icc profil beschreibt, wenn ich das richtig verstanden habe den farbraum den ein gerät wiedergeben kann, z.b. drucker, scanner, monitor, right?

wenn ich weiter richtig verstanden habe, dann dienen diese profile dazu, um sicherzustellen, dass das bild auf allen medien "gleich" aussieht.

jetzt habe ich mir folgendes überlegt:
ich habe ein bild erstellt und es abgespeichert. dann wird doch dem bild das icc profil meines arbeitsfarbraumes angehängt(in diesem fall der rgb arbeitsfarbraum), richtig?

das dient nun dazu dass jemand der sich das bild auf seinem bildschirm anschaut, und beim öffnen das bild auf der basis meinens profils in seinen arbeitsfarbraum konvertiert, theoretisch das bild genauso auf seinem monitor zu sehen bekommt wie ich bei mir, oder liege ich da falsch?

manuell kann ich dann doch auch sagen, "profil zuweisen" und das bild wird dann auf dem monitor so dargestellt wie es auf dem monitor dargestellt wurde der das icc profil das ich zugewiesen habe als arbeitsfarbraum verwendet?

vorrausgesetzt natürlich sein monitor ist kalibriert und sein arbeitsfarbraum beschreibt exakt den farbraum seines monitors.

alles in allem: beide Arbeitsfarbräume müssen den exakten farbraum des jeweiligen monitors beschreiben, denn sonst funktioniert dieser plan sowieso nicht, oder?

sagt die farbumfangwarnung dann welche farben die auf meinem monitor dargestellt werden können auf seinem nicht dargestellt werden?

very confusing das alles....

so nächster schritt im workflow.
der kunde hat sich das bild jetzt angesehen (es sieht genau so aus wie bei mir), dann möchte ich es an die druckerei weiterleiten.

die druckerei gibt mir informationen über den drucker, aber wie?
schicken die mir einen treiber oder ein icc profil, oder verwende ich ein icc das die mir angeben, z.b. Eurostandard coated für gestrichenes papier?

hab ich diese informationen kann ich zur farbseperation übergehen, also das bild nach cmyk umwandeln.

das mache ich doch über "in profil konvertieren" indem ich das entsprechende icc verwende oder die einstellungen wie von der druckerei angegeben über "eigenes cmyk" definiere.

dabei drängt sich mir gleich die frage auf, was denn nun GENAU der unterschied zwischen "in profil konvertieren" und "profil zuweisen" ist?

naja, aber das nur so nebenbei.

was ich jetzt sehe, ist das bild, so wie es auf dem ausdruck aussieht, richtig?

wenn ich vorher einen softproof auf der basis des druckerei icc´s erstelle dann zeigt mir die farbumfangwarung doch welche farben in minem rgb bild nicht auf dem drucker ausgegeben werden können.

warum erscheinen aber beim softproof alle farben irgendwie dunkler und aners und nur einige farben werden per farbumfangswarung als nicht druckbar gekennzeichnet?

also alles in allem finde ich diese ganze icc geschichte doch recht verwirrend, und ich hab echt panik dass ich in 4 wochen durch meine prüfung durchrassel weil ich das alles echt nicht auf den schirm kriege.
ich hab mich im netz schon blöd gesucht aber irgendwie finde ich keine aussagekräftigen dokumente die mir mal die hintergründer von dieser ganzen icc geschichte näherbringen, denn wenn ich da nicht falsch liege ist das ganze doch grundlage eines farbtreuen workflows.

vielen dank für die hilfe auf meine wahrscheinlich totl verwirrenden fragen, ein total verweifelter _dive :-)



X

icc profile in Photoshop

Thomas Richard
  
Beiträge gesamt: 19081

19. Okt 2004, 19:16
Beitrag # 2 von 9
Beitrag ID: #117038
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Hallo und willkommen DiveMaster,

> jedes icc profil beschreibt, wenn ich das richtig verstanden habe
> den farbraum den ein gerät wiedergeben kann, z.b. drucker,
> scanner, monitor, right?

Ja, und dazu eben noch, wie es das macht, also ob ein halb so großer Wert eines Kanals wirklich nur halb so bunt ist.

> ...dass das bild auf allen medien "gleich" aussieht.

Soweit das eben geht. Kein Profil der Welt wird einem Druck auf Zeitungspapier zu Monitorbrillanz verhelfen.

> ich habe ein bild erstellt und es abgespeichert.

gut ;-)

> dann wird doch dem bild das icc profil meines arbeitsfarbraumes angehängt

wenn denn das Häckchen dafür gestzt ist.

> (in diesem fall der rgb arbeitsfarbraum), richtig?

Kommt drauf an, ob du
a) in PS kein anderes Profil zugewiesen hast.
b) es sich um ein RGB Bild handelt ;-)

> das dient nun dazu dass jemand der sich das bild auf seinem
> bildschirm anschaut, und beim öffnen das bild auf der basis
> meinens profils in seinen arbeitsfarbraum konvertiert, theoretisch
> das bild genauso auf seinem monitor zu sehen bekommt wie ich bei
> mir, oder liege ich da falsch?

Nicht ganz, von irgendeinem RGB Farbraum wird unter der Haube ja dauernd nach Monitor Farbraum transformiert. Dazu muss er nicht in seinen Arbeitsfarbraum konvertieren. Wenn er das Bild öffnet, ohne dein Profil zu verwerfen, so wird automatisch dieses Bildprofil mittels deines Monitorprofils dargestellt.

Aber damit, das es gleich aussehen soll, liegst du vollkommen richtig.

> manuell kann ich dann doch auch sagen, "profil zuweisen" und das
> bild wird dann auf dem monitor so dargestellt wie es auf dem
> monitor dargestellt wurde der das icc profil das ich zugewiesen
> habe als arbeitsfarbraum verwendet?

Monitore verwenden keine Arbeitsfarbräume. Sie werden nur mittels eines Monitorprofils beschrieben. Das macht es dem CM möglich, einen definierten Tonwert über diesen Monitor anzusteuern.
Umgekehrt wird ein Schuh draus. Dein Monitorprofil ist der einzige Arbeitsfarbraum der dir garantiert, das du alles was du machst auch so zu sehen bekommst. Aber da sich das ständig ändert, ist das nicht so clever, den als Arbeitsfarbraum zu verwenden.

> vorrausgesetzt natürlich sein monitor ist kalibriert und sein
> arbeitsfarbraum beschreibt exakt den farbraum seines monitors.

Wie gesagt, ist das keine so glückliche Herangehensweise.
 • Es gehen keine Farben die dein Monitor nicht kann.
 • Der Monitorfarbraum ist Schwankungen unterworfen, und wenn du es bei jedem Nachprofilieren einfach überschreibst, hast du definitiv Farbveränderungen in den Daten, da sich ja die Referenz geändert hast.
 • Erzeugst du dagegen stets neue Monitorfarbräume und damit Arbeitsfarbräume und müsstest alle alten behalten, wobei du dann auch wieder zwischem alten, dem Bild anhängenden Profilen und dem aktuellen transformierst.
• Der einzige Vorteil, ein Monitorprofil als Arbeitsfarbraum zu verwenden, ist der, das die Daten quasi ungemanged zum Monitor gelangen, da ja mit dem Profil ein bestimmter RGB Wert exakt so an den Monitor weitergereicht wird. Nimmt dagegen einen Farbraum, der wesentlich größer als der Monitorfarbraum ist, so arbeitet man teilweise im Blindflug, da der Monitor eben nicht alles darstellen kann, was der Arbeitsfarbraum von ihm verlangt. Ist der Arbeitsfarbraum kleiner als der Monitorfarbraum, so verschenkt man Farben, da damit der Monitor nie voll ausgesteuert wird.

> alles in allem: beide Arbeitsfarbräume müssen den exakten farbraum
> des jeweiligen monitors beschreiben, denn sonst funktioniert
> dieser plan sowieso nicht, oder?

Die Monitorprofile müssen in erster Linie reell sein, also stimmen. In 2. Linie müssen sie aber auch einen so ähnlichen Farbraum beschreiben, das eben von dem was A will auch alles bei B ankommt. Denn wie schon beschrieben, kein Profil bringt einem Gerät neue Farben bei. Es wird nur genau beschrieben, _welche_ Farben das Gerät kann.

> schicken die mir einen treiber oder ein icc profil, oder verwende
> ich ein icc das die mir angeben, z.b. Eurostandard coated für
> gestrichenes papier?

In der Regel schicken die entweder ein Profil, das deren Druckbedingungen, bzw. die damit erzielbaren Farben beschreibt. Das ist ein so genanntes Maschinenprofil. Oder sie geben dir, namentlich oder als Datei ein std. CMYK Profil eines Standards, den sie auf ihren Maschinen nachbilden/erfüllen.

> das mache ich doch über "in profil konvertieren" indem ich das
> entsprechende icc verwende oder die einstellungen wie von der
> druckerei angegeben über "eigenes cmyk" definiere.

Korrekt.

> dabei drängt sich mir gleich die frage auf, was denn nun GENAU der
> unterschied zwischen "in profil konvertieren" und "profil
> zuweisen" ist?

Das erste ist: rechne von Farbraum A nach Farbraum B, so das möglichst kein unterschied zu sehen ist.

-> Alle Pxel des Bildes werden verrechnet, so das auf dem neuen Farbraum (Gerät), das Ergebnis wieder das selbe ist.

Das zweite ist: Tu es so, als ob das Bild nicht im bisher dargestellten Farbraum zu verstehen ist, sondern im neu zugewiesenen.

-> Es wird kein Pixel verändert, die RGB Werte bleiben unangetastet, nur das aussehen ändert sich teilweise frappierend, da ja die Definitionen für die Fabwerte andere sind. Der Extremfall wäre denkbar, das ein 255R nun nicht mehr rot sondern grün ist. In dem Fall Stände in dem zugewiesenen Profil 255R = Grün.

> was ich jetzt sehe, ist das bild, so wie es auf dem ausdruck
> aussieht, richtig?

Wieder unter der Voraussetzung, das der Monitor alle Farben kann, die man mit dem Druckprofil errreicht, ja. Nur das bekommt eben kein Monitor wirklich hin :-(. Auch ist es nicht nötig, zu transformieren, um mal zu sehen, 'was wäre wenn'. Dafür gibt's in PS unter Ansicht 'Farb-Proof', wo natürlich zuerst der Zielfarbraum der Separation einzustellen ist. Es wird also nur latent, dein RGB als 'gedruckt' dargestellt.

> wenn ich vorher einen softproof auf der basis des druckerei icc´s
> erstelle dann zeigt mir die farbumfangwarung doch welche farben in
> minem rgb bild nicht auf dem drucker ausgegeben werden können.

Richtig! aber deswegen weist du eben noch nicht, ob alles was dein RGB liefert auch auf deinem Monitor zu sehen ist. Da solltest du erst mal den Softproof von Arbeitsfarbraum -> Monitorfarbraum abchecken. Denn Farben des Arbeitsfarbraumes, die weder dein Monitor, noch der Druck können, werden zwangsläufig gleich falsch von beiden verfehlt.

> warum erscheinen aber beim softproof alle farben irgendwie dunkler
> und aners und nur einige farben werden per farbumfangswarung als
> nicht druckbar gekennzeichnet?

Bemüh mal die Forums-Suche nach perzeptiv, relativ farmbmetrisch und Rendering Intent. Oder probier einfach mal die Einstellung rel. farbmetrisch mit Tiefenkompensierung ;-)

> ...wenn ich da nicht falsch liege ist das ganze doch grundlage
> eines farbtreuen workflows.

Zur Zeit werden in der Praxis eigentlich nur Teile, bzw. einzelne Schritte des Workflows über diese Technik abgedeckt. Das macht es vor allem nicht gerade einfacher es nachzuvollziehen.


MfG

Thomas, dem es egal ist, wo ihr euch eure Ladung abholt ;-)


als Antwort auf: [#117001]

icc profile in Photoshop

gpo
Beiträge gesamt: 5520

19. Okt 2004, 20:53
Beitrag # 3 von 9
Beitrag ID: #117054
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...ich sach nix mehr...:)) Mfg gpo


als Antwort auf: [#117001]

icc profile in Photoshop

Dive_Master
Beiträge gesamt: 6

20. Okt 2004, 09:52
Beitrag # 4 von 9
Beitrag ID: #117142
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okay,
das sind ja schon mal ne menge infos, vielen dank für deine mühen thomas!

ich darf mal zusammenfassen, nicht dass ich da irgendwas falsch verstehe.

ein icc profil beschreibt die farben die ein gerät darstellen kann, und es sagt wie es das tut. die referenz ist wenn ich mich recht erinnere der lab farbraum. also ein lab wert von 60/40/40 wird auf dem rgb gerät A mit den werten 213/117/85 realisiert und auf rgb gerät B mit 211/113/84.
das ergebnis sind theoretisch auf den monitoren dargestellete farben die wieder einen gemessenen lab wert von 60/40/40 haben. vorausgesetzt natürlich beide geräte können den lab wert wirklich darstellen.

>> das dient nun dazu dass jemand der sich das bild auf seinem
>> bildschirm anschaut, und beim öffnen das bild auf der basis
>> meinens profils in seinen arbeitsfarbraum konvertiert, theoretisch
>> das bild genauso auf seinem monitor zu sehen bekommt wie ich bei
>> mir, oder liege ich da falsch?
> Nicht ganz, von irgendeinem RGB Farbraum wird unter der Haube ja
> dauernd nach Monitor Farbraum transformiert. Dazu muss er nicht in
> seinen Arbeitsfarbraum konvertieren. Wenn er das Bild öffnet, ohne
> dein Profil zu verwerfen, so wird automatisch dieses Bildprofil
> mittels deines Monitorprofils dargestellt.
das ist mir irgendwie nicht ganz klar.
mal ein beispiel:
ich bekomme ein bild mit dem eigebetteten icc profil "apple rgb".
mein arbeitsfarbraum ist adobe rgb 1998, denn wenn ich dich richtig verstanden habe, soll ich als arbeitsfarbraum nicht mein monitor icc profil verwenden.
beim öffnen habe ich drei möglichkeiten:
1. eingebettetes profil verwenden
die farbdaten der bilddatei werden nicht verändert aber die farbwerte werden zur darstellung auf meinem monitor im hintergrund umgerechnet, so dass das bild bei mir so aussehen wird wie auf dem mac.
male ich auf dem bild, kann es sein, dass der rgb wert der in meiner farbpalette angezeigt wird in der datei später einen anderen wert hat, nämlich den, der auf dem mac in der farbpalette angezeigt würde.
es wird quasi on the fly zwischen meinem farbraum und dem apple rgd konvertiert, ohne die farbdaten der bilddatei zu verändern.

2. dokumentenfarben in den arbeitsfarbraum konvertieren
die farbwerte die in der datei gespeichert sind werden verändert, mein arbeitsfarbraum wird in das dokument als icc profil zugewiesen, aber ps versucht das bild so darzustellen wie auf dem mac; soweit das eben möglich ist. wie das genau geschieht bestimme ich durch die rendermethode.

3. eingebettetes profil verwerfen
die in dem bild gespeicherten farbwerte werden so behandelt, als ob die referenz der arbeitsfarbraum wäre. es sieht also immer anders aus, je nachdem welchen arbeitsfarbraum ich habe /wähle, richtig?

für welche möglichkeit soll ich mich nun entscheiden, ich würde sagen möglichkeit eins.

jetzt sagst du:
> Monitore verwenden keine Arbeitsfarbräume. Sie werden nur mittels
> eines Monitorprofils beschrieben.
ok, es wird also angegeben welche farben er darstellen kann, und wie er das tut um einen bestimmten lab wert darzustellen.
> Das macht es dem CM möglich, einen
> definierten Tonwert über diesen Monitor anzusteuern.
> Umgekehrt wird ein Schuh draus. Dein Monitorprofil ist der einzige
> Arbeitsfarbraum der dir garantiert, das du alles was du machst auch
> so zu sehen bekommst. Aber da sich das ständig ändert,
warum tut es das?
> ist das nicht so clever, den als Arbeitsfarbraum zu verwenden.

jetzt sprichst du vom monitorprofil, das ist das icc profil was ich z.b. mit adobe gamma erstellen kann, bzw. (besser) mit einer profilsoftware und einem farbmessgerät, richtig?
jetzt sagst du, dass dieses profil nicht mein arbeitsfarbraum sein sollte? muss ich dieses profil zuweisen wenn ich die datei speichere, obwohl ich einen anderen arbeitsfarbraum verwende, z.b. adobe rgb?
wozu brauche ich denn das monitor icc?
ich frage mich nämlich woher ps weiss wie mein monitor die farben darstellt, gerade wenn das monitorprofil nicht mein arbeitsfarbraum ist?

weiter schreibst du:
> Die Monitorprofile müssen in erster Linie reell sein, also stimmen.
heisst das, dass was das icc profil sagt was der monitor kann, auch den tatsächlichen fähigkeiten des monitors entsprechen muss?

und weiter: eine monitorkalibrierung stellt dann sicher, dass ein bestimmter rgb farbwert der auf der basis der lab referenz z.b. einen wert von 50/50/50 auch auf dem monitor einen gemessenen lab wert von 50/50/50 hat?

weiter sagst du:
> in profil konvertieren heisst: rechne von Farbraum A nach Farbraum
> B, so das möglichst kein unterschied zu sehen ist.
> -> Alle Pxel des Bildes werden verrechnet, so das auf dem neuen
> Farbraum (Gerät), das Ergebnis wieder das selbe ist.
das mache ich wenn nach cmyk separiere

und

> profil zuweisen: Tu es so, als ob das Bild nicht im bisher
> dargestellten Farbraum zu verstehen ist, sondern im neu
> zugewiesenen.
> -> Es wird kein Pixel verändert, die RGB Werte bleiben unangetastet,
> nur das aussehen ändert sich teilweise frappierend, da ja die
> Definitionen für die Fabwerte andere sind. Der Extremfall wäre
> denkbar, das ein 255R nun nicht mehr rot sondern grün ist. In dem
> Fall Stände in dem zugewiesenen Profil 255R = Grün.
wann ist ein solches vorgehen sinnvoll?
gib mal ein beispiel bitte.

weiter sagst du:
> Richtig! aber deswegen weist du eben noch nicht, ob alles was dein
> RGB liefert auch auf deinem Monitor zu sehen ist. Da solltest du
> erst mal den Softproof von Arbeitsfarbraum -> Monitorfarbraum
> abchecken. Denn Farben des Arbeitsfarbraumes, die weder dein
> Monitor, noch der Druck können, werden zwangsläufig gleich falsch
> von beiden verfehlt.
ein super tip, heisst also, wenn ich ein bild mit dem zugewiesenen icc profil euroscale uncoated v2 habe mache ich einen softproof zu meinem monitor icc profil. [..und warum ist monitor- windows. und apple- rgb ausgegraut?] es werden in der farbumfangswarung dann alle farben markiert die auf dem druck anders aussehen weil mein monitor diese farben eben nicht darstellen kann, richtig?
es handelt sich hierbei um den umgekehrten fall. mache ich einen softproof von adobe rgb 1998 nach euroscale uncoated v2, werden in der farbumfangswarung alle farben angezeigt die mein monitor zwar darstellen kann, aber der drucker eben nicht, right?

ich gehe mal davon aus, dass es keinen trick gibt beide richtungen des proofs gleichzeitig anzeigen zu lassen?
aber das nur so nebenbei.

was mir noch etwas kopfzerbrechen bereitet ist:
1. wozu genau benötige ich das monitor icc
2. wo bekommt ps die werte für MEIN monitor rgb her, bzw was ist der unterschied zwischen monitor rgb und win rgb.
- very confusing -


vielleicht kannst dir die mühe machen, mir einen optimalen workflow mal zu beschreiben der wie folgt aussieht:
1. schritt bild einscannen auf einem pc
2. schritt bild verändern auf demselben pc
3. schritt bild nachbearbeiten und prüfen auf einem mac
4. schritt bild drucken auf basis von euroscale uncoated 2


vielen dank für deine mühen,
ein nicht mehr ganz so verzweifelter _dive :-)


als Antwort auf: [#117001]

icc profile in Photoshop

Lothar
Beiträge gesamt: 22

22. Okt 2004, 14:40
Beitrag # 5 von 9
Beitrag ID: #117944
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Habe das Problem in den letzten Wochen mit Erfolg durchgespielt und bin dabei auf einen sehr nützlichen Link gestoßen: http://www.cleverprinting.de/download.html
Eine Anleitung vom Feinsten: "PDF und Colormanagement".
Bei dem Menüpunkt "in Profil konvertieren" - "Priorität": sollte Das genommen werden, das die wenigsten Farbveränderungen im Bild vornimmt. Habe nach der Anleitung sehr gute Ergebnisse beim Wandeln von ISO-coated in ISO-uncoated und ISO-yellowish erzielt und mit Digitalproof geprüft.


als Antwort auf: [#117001]
(Dieser Beitrag wurde von Urs Gamper am 22. Okt 2004, 14:54 geändert)

icc profile in Photoshop

Dive_Master
Beiträge gesamt: 6

22. Okt 2004, 17:24
Beitrag # 6 von 9
Beitrag ID: #118008
Bewertung:
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super tip, vielen dank


als Antwort auf: [#117001]

icc profile in Photoshop

Thomas Richard
  
Beiträge gesamt: 19081

23. Okt 2004, 00:29
Beitrag # 7 von 9
Beitrag ID: #118096
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Hallo Dive,

> für welche möglichkeit soll ich mich nun entscheiden, ich würde
> sagen möglichkeit eins.

Ich auch. Deine Angst bzgl. der Farbpalette ist unbegründet. Sobald du mit der nicht verbindlichen Farbe der Palette im Bild malst, wird er entsprechend des Bildprofiles dargestellt. In der Farbpalette sieht er allerdings noch nach Arbeitsfarbraum mit Reduzierung auf Monitorfarbraum aus.

>> ...so zu sehen bekommst. Aber da sich das ständig ändert,
> warum tut es das?

Weil bei einem Röhrenmonitor mitunter reicht, das du ihn einmal um 90° Schwenkst. Änderungen an der Geometrie, der Auflösung und Frequenz, tuen ein weiteres. Und dann noch Alterung.

> jetzt sprichst du vom monitorprofil, ..., richtig?

ja

> jetzt sagst du, dass dieses profil nicht mein arbeitsfarbraum sein > sollte?

Korrekt, es ist dein Monitorprofil. Das bedeutet es sorgt dafür das die Farben der Programme und Dateien so verbindlich wie möglich dargestellt werden. In dem Fall ist es ein Ausgabeprofil. Im Falle eines Screenshot wird es aber zum Eingabeprofil. Gibst du diesen Screenshot so weiter, kann jemand anders sehen, wie es bei dir am Monitor aussah.

> muss ich dieses profil zuweisen wenn ich die datei speichere, obwohl
> ich einen anderen arbeitsfarbraum verwende, z.b. adobe rgb?

Nein. Es wird nur Systemintern dazu verwendet, die Farbwerte eines Bildes auf deinem Monitor so genau wie möglich zu reproduzieren. Wenn du 2 Profilierte Monitore angeschlossen hast, sollten die Bilder auf beiden gleich aussehen. Aber du kannst schlecht 2 Monitorprofile mitsichern, oder?

wozu brauche ich denn das monitor icc?

Du brauchst es, wenn überhaupt, für einen farbverbindlichen Screenshot. Ansonsten braucht es nur das Betriebssystem bzw. die Colormanagment Engine, um damit dafür zu sorgen, das Farben die in den Programmen per Profil geräteunabhängig definiert sind, auf deinem Gerät verbindlich dargestellt werden können.

> heisst das, dass was das icc profil sagt was der monitor kann, auch
> den tatsächlichen fähigkeiten des monitors entsprechen muss?

Exakt.

> wann ist ein solches vorgehen sinnvoll?
> gib mal ein beispiel bitte.

Das macht nie Sinn, das war nur zur Veranschaulichung gedacht. Es gibt allerdings ein solches Profil von Quato, um checken zu können, ob Monitorprofilzuweisungen Ordnungsgemäss umgesetzt werden.


> [..und warum ist monitor- windows. und apple- rgb ausgegraut?]

Monitor ist ausgegraut, weil, was würde das bedeuten? Du bekommst auf dem Monitor ein CMYK Bild so dargestellt, als würde es auf deinem Monitor dargestellt ;-)
Also eine Nullnummer.
Die beiden anderen sind dafür da, die entsprechende Abweichung durch die verschiedenen System Gammas (1.8 am Mac, 2.2 am PC) darzustellen.
Das macht eben auch nur Sinn für RGB Bilder.


> mache ich einen softproof von adobe rgb 1998 nach euroscale uncoated
> v2, werden in der farbumfangswarung alle farben angezeigt die mein
> monitor zwar darstellen kann, aber der drucker eben nicht, right?

Nein.
Es werden alle Stellen des Bildes markiert, die Adobe RGB Farbenenthalten, die Euroscale V2 nicht enthält. Dein Monitor ist dabei aussen vor.

> ich gehe mal davon aus, dass es keinen trick gibt beide richtungen
> des proofs gleichzeitig anzeigen zu lassen?

Ich bin mir nicht sicher was du sehen willst... mir hilft es mitunter ein RGB Bild in Quellprofil oder großem Arbeitsfarbraum, im Proof eintichten - eigenen' Einstellungsdialog mit aktivierter Warnung, zwischen CMYK Zielfarbraum und Monitorfarbraum mit aktivierter Vorschau wechsle. Da sehe ich was der Monitor nicht kann und was der Druck nicht kann und was beide nicht können.


> 1. wozu genau benötige ich das monitor icc
> 2. wo bekommt ps die werte für MEIN monitor rgb her, bzw was ist der
> unterschied zwischen monitor rgb und win rgb.

Das sollte beides oben im Kontext geklärt worden sein, oder?


> 1. schritt bild einscannen auf einem pc
Scannen und zuweisen des Scannerprofils beim speichern des Scans
> 2. schritt bild verändern auf demselben pc
Öffnen des Bildes unter Beibehaltung des Scannerprofils.
> 3. schritt bild nachbearbeiten und prüfen auf einem mac
Wenn Montagen aus Bildern aus mehreren Quellen anstehen, ist es Sinnvoll in einen RGB-Arbeitsfarbraum zu konvertieren als gmeinsames Basis, ansonsten kannst du auch direkt vom Scannerprofil ins CMYK wandeln. Es macht aber Sinn, gerade bei Farbkorrekturen, die Proofvoransicht auf den angestrebten 4c Farbraum einzuschalten.
> 4. schritt bild drucken auf basis von euroscale uncoated 2
Vergiss Euroscale v2, es war nie ein Standard, und ist es auch nicht mehr. Lad dir die ISO Profile bei der eci.org. Selbst wenn ein Drucker noch nach dem alten Pseudostandard Euroskala druckt, kann er dahin zurücktransformieren. Wer nach der aktuellen ISO Norm 12647-2 druckt, kann dann gleich durchstarten.

MfG

Thomas


als Antwort auf: [#117001]

icc profile in Photoshop

Dive_Master
Beiträge gesamt: 6

23. Okt 2004, 10:47
Beitrag # 8 von 9
Beitrag ID: #118113
Bewertung:
(1930 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen
hallo thomas,
vielen dank für deine mühen und die sehr kompetente antwort!
damit hast du bei mir eine menge licht ins dunkel gebracht.

_dive :-)


als Antwort auf: [#117001]

icc profile in Photoshop

Dive_Master
Beiträge gesamt: 6

23. Okt 2004, 13:29
Beitrag # 9 von 9
Beitrag ID: #118133
Bewertung:
(1930 mal gelesen)
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Beitrag als Lesezeichen
...und des rätsels lösung ist, dass das monitor icc ja auch über die systemsteuerung im system eingebunden ist.
das klärt alles auf!

warum sagt einem sowas niemand, lol

gruss _dive ;-)


als Antwort auf: [#117001]
X

Aktuell

InDesign / Illustrator

| 23.05.2022

IDUG_300

Veranstaltungskalender

Hier können Sie Ihre Anlässe eintragen, welche einen Zusammenhang mit den Angeboten von HilfDirSelbst.ch wie z.B. Adobe InDesign, Photoshop, Illustrator, PDF, Pitstop, Affinity, Marketing, SEO, Büro- und Rechtsthemen etc. haben. Die Einträge werden moderiert freigeschaltet. Dies wird werktags üblicherweise innert 24 Stunden erfolgen.

pdf-icon Hier eine kleine Anleitung hinsichtlich Bedeutung der auszufüllenden Formularfelder.

Veranstaltungen
08.11.2022

Frankfurt, Fraport Conference Center
Dienstag, 08. Nov. 2022, 13.30 - 18.00 Uhr

Seminar

Auf der Enfocus World Tour stellen wir Ihnen gemeinsam mit Enfocus die aktuellen Highlights von Enfocus Switch und dem Impressed Workflow Server (IWS) vor. Wir präsentieren Ihnen anhand typischer Aufgabenstellungen in einem modernen Produktionsbetrieb die Möglichkeiten, die Enfocus Switch für die Automatisierung und Standardisierung von Abläufen bietet. Wir haben sowohl für Produktionsverantwortliche als auch technisch Interessierte ein spannendes Programm vorbereitet, bei dem Sie sicherlich viel Neues erfahren werden, welches Sie in Ihrem eigenen Betrieb umsetzen können. Die Veranstaltung bietet darüber hinaus eine hervorragende Möglichkeit, sich mit anderen Anwendern und Workflow-Spezialisten auszutauschen und Antworten auf konkrete Aufgabenstellungen zu erhalten, welche Sie mit Hilfe von Enfocus Switch/IWS umsetzen möchten.

Wir sind jeweils an 2 Tagen in Frankfurt, Hamburg und München vor Ort. Der erste (halbe) Tag richtet sich in erster Linie an Betriebsleiter und Produktionsverantwortliche in Druckereien - ist also weniger technisch orientiert - sondern gibt einen Überblick zu den heutigen Möglichkeiten einer automatisierten Produktion.

Der zweite Tag (Switch Anwender-Treffen) richtet sich an bestehende Switch-Anwender und Administratoren.

Anmeldung und weitere Infos: https://www.impressed.de/schulung.php?c=sDetail&sid=310

Ja

Organisator: Enfocus/Impressed

Kontaktinformation: Silvia Noack, E-Mailsnoack AT impressed DOT de

https://www.impressed.de/schulung.php?c=sDetail&sid=310

Enfocus World Tour 2022
Veranstaltungen
08.11.2022

Frankfurt, Fraport Conference Center
Dienstag, 08. Nov. 2022, 13.30 - 18.00 Uhr

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Der zweite Tag (Switch Anwender-Treffen) richtet sich an bestehende Switch-Anwender und Administratoren.

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