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kindle: »Verbesserter Schriftsatz«, typografische Vorgaben

Goar
Beiträge gesamt: 335

22. Jan 2018, 15:57
Beitrag # 1 von 3
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Guten Tag zusammen,

gerade baue ich mit Sigil v0.9.9 ein iBook auf (epub2), Ziel sind Kindle und Verwandte.
Meine Kenntnisse ziehe ich größtenteils aus AmazonKindlePublishingGuidelines_DE2018_1.pdf und https://www.w3schools.com/css/default.asp

Wenn ich nun aus dem Kindle Previewer v3.17.1 ein .mobi exportiere, erscheint die Meldung:
Zitat Der verbesserte Schriftsatz ist bei der Vorschau des Buchs zwar aktiviert, wird in der exportierten Datei jedoch nicht unterstützt.

Tatsächlich werden die Texte im Previewer getrennt (Silbentrennung), das exportierte .mobi in der Kindle.app aber nicht mehr.

Woran kann das liegen? Gibt es eine Übersicht mit Kriterien, die den verbesserten Schriftsatz verhindern?

Was mich auch stört: Überschriften werden vom nachfolgenden Text getrennt, ebenso gibt es Hurenkinder und Schusterjungen.
Code
page-break-inside:avoid !important; 
page-break-after:avoid !important;

bleiben genauso wirkungslos wie orphans und widows.
Hängt das mit epub2 zusammen?

Freundlich grüßt
Goar
---
> iMac 3,2 GHz Intel Core i5, 8 GB, MacOS 10.11.6, QXP 2017 <
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kindle: »Verbesserter Schriftsatz«, typografische Vorgaben

Yves Apel
  
Beiträge gesamt: 1724

23. Jan 2018, 15:50
Beitrag # 2 von 3
Beitrag ID: #562022
Bewertung:
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Hallo,

Zitat Der verbesserte Schriftsatz ist bei der Vorschau des Buchs zwar aktiviert, wird in der exportierten Datei jedoch nicht unterstützt.


Du befindest dich im Amazon Kindle Universum. Und dort ist es dir nur erlaubt die einfache Version auf deine Kindle Geräte per Sideload zu übertragen. Amazon möchte, dass du die E-Books über das Kindle Portal vertreibst und nur über das Kindle Portal soll es möglich sein die E-Books mit erweitertem Schriftsatz zu erwerben.

Zwar ist die kf8 (kfx, mobi8) Version zusätzlich zu der mobi7 Version in deiner "mobi"-Datei gespeichert (deshalb auch die doppelte Größe im Vergleich zum ePub). Allerdings ist die verbesserte Fassung für die Geräte dort blockiert. Um dies zu umgehen kannst du dich mal ein wenig mit KFX output (https://www.mobileread.com/...wthread.php?t=272407) befassen.

Code
Tatsächlich werden die Texte im Previewer getrennt (Silbentrennung) 

Dies hat wiederum mit der Firmware bzw. dem System zu tun. Vom E-Reader über das Fire Tablet über iOS und Android sowie dem Browser bis hin zur Win/Mac Fassung handhabt Amazon die Silbentrennung gerne mal verschieden. Ein und dasselbe E-Book kann da mit und ohne Silbentrennung angezeigt werden je nachdem wo du es liest. Eine genaue Dokumentation dazu gibt es nicht. Das musst du hinnehmen wie es ist. Auch hier wird (meiner Vermutung nach) noch Serverseitig etwas getrickst.

Zitat Was mich auch stört: Überschriften werden vom nachfolgenden Text getrennt, ebenso gibt es Hurenkinder und Schusterjungen.


Tja, das ist mehr oder weniger der Sinn und Zweck von umfließbaren E-Books. page-break-inside klappt nicht in Kindle. Nur page-break-before und page-break-after können verwendet werden. Allerdings sind diese eher da um einen Umbruch zu erzeugen (always) anstelle ihn zu vermeiden (avoid). Da spielt es dann auch keine Rolle ob es dir Wichtig ist (!important). Denn kollidiert die page-break CSS Regel mit dem Text-Rendering, hat das Rendering Priorität und der Text wird auf die nächste Seite umgelenkt. Es gibt experimentelle Möglichkeiten dies zu umgehen indem du weder h#, p, li, ... Tags benutzt und mit anderen Block-Containern und Overflow arbeitest. Allerdings, wie gesagt, experimentell und nicht empfehlenswert.

CSS Orphans und Widows kannst du in Kindle vergessen. Diese Einstellungen werden getrost ignoriert.


------


<pure-vermutung-meinerseits>
Amazon möchte nicht unbedingt schöne E-Books. Die sollen funktionell sein, damit auch kein Consumer reklamieren kann, da eventuell durch einen nicht validen Code ein Text nicht angezeigt wird. Die sichern sich halt vor Beschwerden ab, denn die Web-Leutchen die mit solchen Problemen (u.a. >IE6 ...) konfrontiert und gewöhnt sind, werden gern erfinderisch und finden Workarounds im Code. Das ist das Gute an HTML/CSS. Es gibt immer mehrere Mittel und Wege etwas zu erreichen. Ob es dann stabil ist, steht auf einem anderen Stern geschrieben. Das ist aber schlecht für Amazon, also werden die Möglichkeiten stark eingeschränkt. Würde ich aber auch so machen, hätte ich die Verantwortung.
</pure-vermutung-meinerseits>

Beste Grüße
Yves



yves-apel.eu


als Antwort auf: [#561992]

kindle: »Verbesserter Schriftsatz«, typografische Vorgaben

Goar
Beiträge gesamt: 335

23. Jan 2018, 16:58
Beitrag # 3 von 3
Beitrag ID: #562026
Bewertung:
(2905 mal gelesen)
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Beitrag als Lesezeichen
Hallo Yves,

vielen Dank für deine ausführliche Antwort.
Wo etwas zu schwanen war, da schwante mir auch schon sowas.

Die unterschiedliche Dateigröße von epub und mobi war mir noch gar nicht aufgefallen.
Da die mobis meines Wissens über das Kindle Portal vertrieben werden sollen, darf ich ja jetzt hoffen, dass auf diesem Weg der verbesserte Schriftsatz auf die Reader der Kunden gelangt.

Was ungewünschte Umbrüche (page-break-x) betrifft, so können wir hier entscheiden, ob wir damit leben wollen – oder für jede (wichtige) Überschrift mit nachfolgendem Text in Sigil ein neues xhtml-Dokument anlegen.

Den Hinweis auf KFX output werde ich mir später in Ruhe vornehmen.

Viele Grüße
Goar
---
> iMac 3,2 GHz Intel Core i5, 8 GB, MacOS 10.11.6, QXP 2017 <


als Antwort auf: [#562022]

Veranstaltungen

Hier können Sie Ihre Anlässe eintragen, welche einen Zusammenhang mit den Angeboten von HilfDirSelbst.ch haben. Die Einträge werden moderiert freigeschaltet. Dies wird werktags üblicherweise innert 24 Stunden erfolgen. pdf-icon Hier eine kleine Anleitung.

Veranstaltungen
26.09.2018

Hochschuloe der Medien, Stuttgart
Mittwoch, 26. Sept. 2018, 19.00 - 21.00 Uhr

Vertrag

Nur auf den ersten Blick scheint dieses Thema exotisch. Aber eine neue EU-Richtlinie und deren Auswirkungen auf deutsche Gesetze werden dieses Thema auch für Publisher interessant machen. Die EU-Richtlinie "2102 zu Barrierefreiheit" besagt folgendes: Ab dem 23. September 2018 müssen alle öffentlichen Stellen ihre neuen (Office- oder PDF-) Dokumente grundsätzlich barrierefrei veröffentlichen. Im Juni wurde der Gesetzentwurf zur Umsetzung dieser Richtlinie im deutschen Bundestag vom "Ausschuss für Arbeit und Soziales" (19/2728) angenommen. Es wird also ernst für "öffentliche Stellen" und damit auch für deren Dienstleister, die mit der Umsetzung beauftragt werden. Die Richtlinie gilt nämlich nicht nur für Bundes- und Landesbehörden, sondern auch für Verbände, die im Allgemeininteresse liegende Aufgaben erfüllen. Das wären somit auch Gerichte, Polizeistellen, Krankenhäuser, Universitäten, Bibliotheken und einige mehr. Weitere Informationen findest Du hier, hier und hier. Wenn also oben genannte Auftraggeber zu Deinen Kunden zählen, solltest Du Dich vorbereiten. Und da es neben Websites auch um alle downloadbaren Dateien geht sind eben auch PDFs zukünftig barrierefrei zu erstellen. Arbeitet man in InDesign, können dort einige Vorbereitungen getroffen werden. Klaas Posselt ist der ausgewiesene Spezialist im deutschsprachigen Raum für alle Fragen rund um das Thema. Deshalb freuen wir uns, dass er uns in einem Vortrag die Grundlagen dazu vermitteln wird. Wir setzen voraus, dass Du den Umgang mit InDesign gewohnt bist, die Gründe und Vorteile von der Nutzung von Formaten kennst und weißt, wie man lange Dokumente „richtig“ aufbaut. Der Vortrag setzt bewusst DANACH ein. Inhalt des Vortrages ist der Hintergrund von „Barrierefreiheit“ und Möglichkeiten und Grenzen innerhalb von InDesign. Es wird erklärt, welche Bedeutung das kostenpflichtige PlugIn MadeToTag hat und warum und für was man es braucht. Ziel ist es den Rahmen aufzuzeigen, in dem sich das Thema „Barrierefreiheit“ in InDesign abspielt. Du weißt hinterher, wo die „Baustellen“ sind, wo Du weitergehende Infos bekommst und welchen Weg Du einschlagen musst. Am nächsten Tag veranstalten wir zwei Bootcamps, die das Thema praktisch vertiefen. "IDUGS Bootcamp #2" und "IDUGS Bootcamp #3" Klaas Posselt ist studierter Dipl.-Ing. für Druck- und Medientechnik und kam über verschiedene Anfragen zum Thema barrierefreie PDF Dokumente. Seit über 10 Jahren arbeitet er in den Bereichen Medientechnik und Publishing zwischen Medienherstellern, Druckermaschinen und digitalen Ausgabekanälen. Er schult, begleitet und unterstützt Kunden bei der Einführung und Optimierung von Publikationsprozessen und auf dem Weg zu neuen digitalen Ausgabekanälen — egal ob E-Books, barrierefreie PDFs oder Webplattformen. Als Chairman des PDF/UA Competence Center der PDF Association beteiligt er sich an der Weiterentwicklung und Verbreitung des Standards PDF/UA für barrierefreie PDF Dokumente. Diese Veranstaltung kommt nur zu Stande durch die freundliche Unterstützung von "Six Offene Systeme GmbH" -- Enterprise-Content-Management-System und Media-Asset-Management-System.

Nein

Organisator: IDUG Stuttgart

Kontaktinformation: Christoph Steffens, E-Mailchristoph.steffens AT gmail DOT com

https://idug47.eventbrite.de

Veranstaltungen
27.09.2018

Screen IT, Uster
Donnerstag, 27. Sept. 2018, 17.30 - 20.00 Uhr

Infoveranstaltung

Das Angebot an Publishing-Software ist gross. Deshalb empfiehlt sich eine externe Beratung durch unabhängige Software-Experten aus der jeweiligen Branche. Nicht immer muss es eine teure Mietlösung sein, die nach Beendigung der Mietdauer einem nicht einmal gehört. Es gibt sehr gute und auch in der Qualität ausreichende Alternativen, ja sogar kostenlose Freeware. Lassen Sie sich an diesem Abend einmal vor Augen führen, was diese Programme können und wie viel sie kosten.

Ja

Organisator: Screen IT und pre2media

Kontaktinformation: Peter Jäger, E-Mailinfo AT pre2media DOT ch

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