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5 Lesezeichen für überdrucken

Aus Graustufenbild wird Bild mit Sonderfarbe
Machst Du PDF/X? Dann sind alle diese Varianten, "Schwarz" zu verwenden, konform mit dem PDF/X-Standard. Sofern Dein Gegenüber sich bereit erklärt, PDF/X zu verarbeiten, muss er damit zu recht kommen.

Machst Du kein PDF/X, ist alles möglich, aber nichts sicher.

Also: besser PDF/X machen... ;-)


Und fallls Du mehr technische Details erfahren magst - man kann "reines Schwarz" im Kontext einer für den Druck bestimmten PDF-Datei in unterschiedlicher Weise syntaktisch ausdrücken:
- DeviceGray
- DeviceCMYK, mit Cyan, Magenta und Yellow auf null
- Separation "Black"
- DeviceN mit einem Kanal "Black" und keinen weiteren Kanälen
- DeviceN mit einem Kanal "Black" und weiteren Kanälen, die aber entweder keine Ausgabe erzeugen ("None") oder bei denen die Farbwerte auf null stehen.

Alle Varianten sind möglich und erlaubt. Jede Variante hat ihre Berechtigung (auch wenn sich diese dem Laien nicht unedingt erschließt). Und jedes moderne Ausgabegerät, das sein Geld wert ist, kommt damit problemlos zurecht (alle Konstrukte stammen aus der PostScript-Welt, und PostScript wurde seit 1997 nicht mehr verändert - das sind 20 Jahre, in denen Hersteller Zeit hatten ihren Kram auf aktuellen Stand zu bringen). Maximale Sicherheit gibt es hierbei stets, wenn man auf der Basis von (korrektem) PDF/X arbeitet. "Normales PDF" ist zu "flexibel", um in Druckprozessen eine wirklich verlässliche Grundlage bieten zu können.


Olaf
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olaflist
17. Mai 2017, 17:08
Acrobat Ausgabevorschau / Objektinspektor OPM=1 = Überdrucken?
OPM (overprint mode - im Deutschen etwa Überdruckenmodus, in Distiller auch mal als Illustrator-Überdruckmodus u.ä. übersetzt) hat nur dann eine Auswirkung auf ein Objekt

- wenn dieses Objekt auf überdruckend gesetzt sind (also op bzw. OP auf true stehen, bzw. "Überdrucken" auf "an")

- wenn dieses Objekt in DeviceCMYK eingefärbt ist

- wenn diese Objekt Text, Vektor, oder eine Imagemask ist (nicht aber, wenn das Objekt ein Bild oder ein weicher Verlauf [smooth shade] ist)


Es wirkt sich weiterhin nur aus auf Kanäle, die in dem Objekt mit dem Tonwert null belegt sind.

Insofern Dein weisser Text in DeviceCMYK angelegt ist, wird wahrscheinlich die Farbwerte 0/0/0/0 haben. Wenn entweder (für dieses Objekt) Überdrucken auf "aus" steht, oder OPM auf 0 steht, dann spart dieses Objekte die Farbkanäle CMYK auf jeden Fall aus. Ist Überdrucken "an", werden allerdings Sonderfarbkanäle überdruckt.

Sollte Dein weisses Objekt in Graustufen (DeviceGray), ICC-basiertem Farbraum (egal welcher), CalGray, CalRGB, oder Lab angelegt sein, spart es CMYK immer aus, egal wie Überdrucken und OPM gesetzt sind. Steht Überdrucken auf "an", werden darunterliegende Sonderfarben überdruckt.

Sollte Dein weisses Objekt in einem Separation- oder DeviceN-Farbraum angelegt sein, bräuchte ich weitere Details, im knapp skizzieren zu können, was passiert.


Ungeachtet dessen: Die Ausgabevorschau von Acrobat kann hier als recht zuverlässig geben (obwohl es immer mal eine bestimmte Update-Version gab, wi etwas durcheinander geraten war). Den Angaben von Pitstop, Preflight und Objekt-Inspektor kann man hier auch trauen, zumal sie sich in diesem Kontext wohl einig sind.

Olaf
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olaflist
10. Mär 2016, 23:37
CS3 - Problem (SCHWARZ) überdrucken in verb. mit Transparenz
[reply Andre ErbUm PitStops "Aussage" zu festigen oder zu widerlegen, habe ich das (falsche PDF) separiert aus Acrobat 8 ausgegeben und im Druckdialog dazu "Überdrucken beibehalten" eingeschaltet.

Hallo Herr Erb,

ich glaube, hier liegt ein großer irrtum vor.
PitStop Professional sagt Ihnen innerhalb des Enfocus Insteptor oder im Prüfbericht nur, ob für ein Seitenobjekt das Überdrucken-Flag gesetzt ist oder nicht (und den Status des OPM Flags). Das sagt aber nichts darüer aus, ob es dann auch tatsachlich zu einem Überdrucken in der Ausgabevorschau oder im Ausdruck kommt. Dies hängt von diversen weiteren Faktoren ab:
1) dem Farbraum des überdruckenden Objekts
2) dem Objekttyp des überdruckenden Objekts
3) dem Hintergrund-Farbraum

Zu 1) bestimmte Farbräume können schlicht und einfach nicht überdrucken. So z.B. kalbrierte Farbräume. Ebenso gibt es Farbraum-Kobinationen zwischen Vorder- und Hintergrund, die prinzipbedingt nicht überdrucken können (siehe auch 3.)
Zu 2) bestimmte Objekte, wie z.B. CMYK-Bilder oder CMYK Smooth Shadings, können prinzipbedingt CMYK Hintergrund-Farbräume nicht überdrucken, weil sie für alle vier CMYK-Farbkanäle Tonwerte definieren (siehe auch 3.)
zu 3) Es gibt niemals ein Überdrucken zwischen dem identischen Vordergrund und Hintergrund-Farbkanälen (z.B. kann Cyan niemals Cyan überdrucken). Im Fall von überdruckenden DeviceCMYK muss OPM = 1 gelten.

Die Überdrucken-Information, die Ihnen PitStop (oder jedes andere Prüfwerkzeug) liefert, alleine ist also wertlos. Erst in Kombination mit den oben genannten Attributen kann eine Aussage getroffen werden, ob ein Überdrucken zustande kommt oder eben nicht.
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Robert Zacherl
3. Jul 2007, 12:21
Fehler bei Transparenz über Volltonfarbe
Hallo,
ich habe folgendes Problem: Als freie Grafikerin habe ich für eine Agentur eine Imagebroschüre gestaltet, 6 farbig (4-farbig und zwei Sonderfarben). Erstellt in InDesign 3.0.1. Die Druckerei hat sowohl die offenen Daten als auch ein pdf (erzeugt über postscript und distiller bekommen). Das Problem ist eine weiße Fläche, die mit 70% Transparenz über eine Volltonfläche läuft. Bei mir in Acrobat 6 sieht alles o.k. aus. Die Separationsvorschau zeigt mir an dieser Stelle 30% Pantone an – soweit korrekt. Ein Bekannter sagte mir, dass man in Acrobat 7 die Problematik schon erkennen kann. Beim Belichten dieser Daten ist der transparente Bereich weiß ohne jegliche Farbe. Das scheint offenbar ein Fehler von InDesign zu sein.

Die Druckerei hat den Fehler manuell korrigiert.

Nun soll ich die angefallene Arbeitszeit für die Korrektur und für die neuen Softproofs (ausgeschosssene Druckbogen als pdf) zahlen. Das ist recht viel Geld. Die Druckerei behauptet die Daten wären von mir falsch angeliefert worden.
Muss ich die angefallene Arbeitszeit für die Korrektur tatsächlich zahlen? Es ist eigentlich eine Unverschämtheit. Mich hätte diese Änderung inkl. neuer pdf schreiben etwa 15 Minuten gekostet. Nun soll ich 150 Euro dafür zahlen... :-/


Viele Grüße
Nicole

P.S.: Gibt es eigentlich für den Druckbereich auch Gutachter für solche Fälle? Nur rein interessehalber...
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Nice
17. Mai 2006, 16:21
Weiss überdrucken bei ID-PDF
Hallo,

ich denke hier muss ganz klar unterschieden werden, was mit "Weiß" gemeint ist und über welches Druckverfahren wir sprechen.

Sprechen wir über eine opake Sonderfarbe "Weiß" so wie sie z.B. durchaus in speziellen Druckverfahren (Metallbedruck, Siebdruck, usw.) gebraucht wird oder über ein Weiß, welches das Fehlen von Farbauftrag repräsentiert (also klassischerweise 0% CMYK im Offsetdruck)?

Selbst bei den 0% CMYK muss man differenzieren zwischen Vektorobjekten die mit 0% CMYK gefüllt sind und überdrucken und z.B. einem überdruckenden CMYK-Bild, welches Pixel beinhaltet die in 0% CMYK eingefärbt sind. Letzteres wird z.B. von Adobe bei der Transparenzreduzierung eingesetzt, wenn per Transparenz freigestellte Bilddaten in Sonderfarben-Jobs Verwendung finden. Das ist dann aber auch wieder nicht der klassische Fall, denn hier wird ja das Bild als solches als überdruckend definiert und nicht die weissen Pixel im speziellen. Somit ist das kein Beisspiel dafür wo es sinnvoll sein kann, dass Weiß überdruckt.

Im Offsetbereich gilt also nur der spezielle Fall "weisses Vektorobjekt ist als überdruckend definiert". Weiß steht dabei stellvertretend für:
- 0% DeviceCMYK
- 0% Separation "Black"
- 0% DeviceN mit einem Colorant "Black"
- 100% DeviceGray

Ich kann zumindest spontan im Offsetbereich, wo ja mit lasierenden Druckfarben gearbeitet wird, keinen Fall konstruieren, wo ein Überdrucken eines solchermassen (siehe oben) weiß eingefärbten Vektorobjekts korrekt sein kann, weil es bekanntermassen (zumindest dann, wenn aufgrund des Hintergrund-Farbraums ein Überdrucken technisch überhaupt möglich und ggf. OPM = 1 gesetzt ist) zum Verschwinden des Objekts führt und man es somit genauso gut auch gleich weggelassen hätte können.
Sofern wir nicht mehr über lasierende Druckfarben sprechen, sieht die Sache ganz anders aus. Das ein Siebdrucker aber einen anderen Preflight anwenden muss als ein Offsetdrucker ist, so denke ich, auch klar.

Den Fall, dass ein Layouter versehentlich ein weisses Objekt im Layout hat, welches da gar nicht hingehört, dieses Objekt aber zufälligerweise als überdruckend definiert ist, so dass es letztendlich bei der Ausgabe wieder verschwindet, klammere ich hier mal aus ;-)
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Robert Zacherl
15. Mär 2006, 10:12

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