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1 Lesezeichen für icc-specs

||| Farbprofil konvertiert Schwarz zu CMYK
Fein ;-)

Antwort auf [ Michael Pabst ] Verkürzte Formulierungen wie 'CMYK->CMYK-Konvertierung' stiften bei CMS-Neulingen leicht Verwirrung, wenn in Wirklichkeit CMYK->Lab->CMYK dahinter steckt.

Was ja auch nicht ganz korrekt ist, deswegen, bzw. um den prompt nachgereichten Missvständnis vorzubeugen, hab ich das mit dem Weg von einem Farbraum in den anderen zuvor extra breitgewalzt (oder war das indem anderen thread... ihr macht mich fertig, den Beitrag von shakebox hab ich ja auch noch vor mir - schnauf!)



Antwort auf [ toxicfuel ] Stimmt, habe nicht genau geschaut: 75/71/66/93. Aber wieso das? Es kann ja immer wieder vorkommen, dass man CMYK-Daten für eine andere Ausgabe (Coatet zu Uncoatet, etc.) konvertieren muss (wenn auch nicht ideal). Da sollte es eine fest definierte Farbe wie 100% Schwarz oder 100% CMYK etc. schon so stehen lassen. Oder nicht?

Aus diesem Grunde gibt es DeviceLink Profile, bei diesen wird eben nicht Eingangsprofil und Ausgangsprofil über den gemeinesamen Nenner 'Lab' miteinander verknüpft, sondern direkt von CMYK nach CMYK konvertiert.
Bevor jetzt die Frage kommt, warum man die Teile dann nicht immer benutzt: Sie funktionieren immer nur für genau eine Konvertierung, also z.B. ISOcoated V2 -> Webcoated, oder SWOPv2 -> ISOnewspaper26v4.

Ich hole etwas weiter aus. ein CMYK Profil besitzt insgesamt 6 Tabellen (LUT).
3 um in den Farbraum hineinzukonvertieren und 3 um aus diesem Farbraum herauszukonvertieren.
Das ist nicht das selbe, denn im ersten Fall muss ich mich um Out of Gamut Farben kümmern, im 2. gibts die nicht.

Die Tabellen, die für die Wandlung in den Farbraum hinein zum Einsatz kommen, werden als B2A Tabellen bezeichnet, diejenigen für hinaus, also Geräte-Farbraum nach PCS (Profile Connection Space, in der Regel Lab oder XYZ) heissen A2B (PCS = B; Device = A).

Wie mit der Anpassung von Farben umgegagen wird, die im Zielfarbraum nicht darstellbar sind, beschreibt der 'Rendering intent', oder in Photoshop als 'Priorität' eingedeutscht.
Unterschieden werden Grundsätzlich 3 Methoden wovon eigentlich nur 2 im einsatz sind:
1. Perzeptiv(auch als fotografisch bezeichnet): Hierbei wird der Quellfarbraum in den Zielfarbraum hineinskaliert. Dabei werden die Farben des Quellfarbraums, die im Zielfarbraum darstellbar sind, mit farblichen Verschiebungen überführt um am äusseren Rand platz für die Farben zu haben, die nicht 1:1 übertragen werden können. Somit landet maximale Buntheit im quellfarbraum wieder auf maximaler Buntheit im Zielfarbraum.
2. Farbmetrisch: Hierbei werden die Farben des Quellfarbraums, die im Zielfarbraum darstellbar sind, 1:1 also ohne farbliche Verschiebungen (bis auf Rundungsfehler) überführt, alles was jedoch für das Ziel ausserhalb des Machbaren liegt, wird auf das maximal machbare heruntergekürzt.

Der dritte eigentlich nicht zum Einsatz kommende Fall ist die Sättigungserhaltende, die aber eigentlich zu nichts nutze ist.

[Quelle: http://www.color.org/ICC1v42_2006-05.pdf S.28f; Tabelle 21]

Langer Rede Kuzer Sinn: da ein 100%K in deinem Quellfarbraum Coated FOGRA27 je nach verwendeter B2A Tabelle einem Lab-wert von 8|2|-2 oder 17|1|-2 entspricht, in deinem Zielprofil ein Lab 8|2|-2 aber einem 75/71/66/93 entspricht, macht dein ehedem reines Schwarz genau diesen Prozess mit.

Bei DeviceLink Profilen fällt sowohl die Wahl der beiden Profile, als auch der verwendete Rendering Intent aus, bzw. wird bei Erzeugung des Profils festgelegt, es bietet sich aber die Möglichkeit den PCS zu umgehen und direkt von 100K nach 100K, oder auch von 50K nach 53K zu wandeln (Zielfarbraum hat einen niedrigeren Tonwertzuwachs ;-) )
...
Thomas Richard
2. Apr 2009, 17:38

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