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3 Lesezeichen für text

Text in Pfade umwandeln
Zitat Alle Schriften müssen vor Erstellung einer geschlossenen Datei in Pfade (bzw. Kurven) umgewandelt werden. Bitte achten Sie zusätzlich darauf, auch die Leerzeichen in Kurven umzuwandeln. Bloßes Einbetten ist nicht ausreichend, da erfahrungsgemäß mit Problemen (beim Belichten) zu rechnen ist, z.B. bei TrueType Fonts, Multiple Master Fonts, Composite Fonts etc.


Das kann man umformulieren in "Wir haben in der Vergangenheit so manches falsch gemacht bei der Verarbeitung von PDF Dateien. Da wir aber nicht motiviert genug sind dazuzulernen, um unsere Fehler in Zukunft zu vermeiden, laden wir unseren Kunden unsinnige Arbeit auf. Im Gegenzug sind wir halt billig."
Ob sie auch günstig sind, muss dann der einzelne entscheiden....
Gerald Singelmann
3. Okt 2007, 21:27
.psd datei macht umfließenden text fetter
(Christoph, was ist eigentilch aus deiner Transparenz-Abhandlung geworden, stand dieses Standard-Problem da nicht drin?)

OK, noch einmal zum Archivieren:

Wenn Text mit Pixel in einer Transparenz-Situation zusammengebracht wird, muss er beim PostScript-Schreiben in Pfade umgewandelt werden.
Text, der in Pfade umgewandelt wurde, wird in bestimmten Situationen fetter gezeichnet als Text, der nicht in Pfade umgewandelt wurde.
Die Details:

Wann besteht eine Transparenz-Situation zwischen Text und Pixelobjekt?

- Der Text liegt hinter einem transparenten Pixelobjekt. Solche sind im Wesentlichen
-- PSDs und TIFs mit Transparenz-Maske
-- Objekte mit weicher Kante
-- Objekte mit Schlagschatten
-- Illustrator-Dateien mit semi-transparenten Verläufen

- Der Text liegt vor einem Pixelobjekt, hat aber selbst eine Transparenz-Eigenschaft. Also:
-- Der Text hat eine andere Deckkraft als 100%
-- Der Text hat einen anderen Füllmodus als "Normal"
-- Der Text hat eine weiche Kante
Dazu zählt NICHT:
-- Der Text hat einen Schlagschatten. Ein Schlagschatten ist ein transparentes Objekt, das hinter dem Text liegt.
Dazu zählt sehr wohl:
-- Der Text steht auf Überdrucken (z.B. weil er [Schwarz] ist) und im Druckdialog wurde unter "Ausgabe" die Option "Überdrucken simulieren" angestellt.
Es kann auch passieren, dass der Text in Pfade umgewandelt wird, weil die Transparenz im Hintergrund viel zu komplex ist. Das wurde schon bei einigen hundert transparenten Verläufen in einer AI Datei beobachtet.

Unter welchen Bedingungen wird der in Pfade gewandelte Text fetter gezeichnet?

Hintergrund: jeder Font enthält sogenannte Hinting-Informationen, die dafür sorgen, dass die Buchstaben auch bei niedrigen Auflösungen korrekt gezeichnet werden. Sobald Text in Pfade gewandelt wird, fällt diese Hinting-Information weg.

Das Schlagwort ist niedrige Auflösung. Ob eine Auflösung niedrig oder ausreichend ist, hängt also vom Druckverfahren und von der verwendeten Schrift und von der Schriftgröße ab. Folgendes gilt als Daumenregel:

- Texte, die größer als ~20pt sind, zeigen das Problem kaum.
- Im Offset-Druck, wo mit Auflösungen zwischen 2000 und 3000 dpi gearbeitet wird, taucht das Problem nicht auf.
- Folgende Druckverfahren sind anfällig für gefettete Schriften:
-- Farblaser-Drucke
-- Ausgabe über TIFF-IT
-- Proofs
-- Digitaldruck (vor allem bei mageren und leichten Schnitten)

Die Darstellung des PDFs am Monitor ist auch eine Situation mit niedriger Auflösung. Wenn die ganze Seite zu sehen ist.

Resümee

- Fließtext unter 18pt gehört nach OBEN.
- Wenn es sich nicht vermeiden lässt, dass der Text im Hintergrund steht, gibt es zwei Möglichkeiten:
-- wenn ich ein hochauflösendes Druckverfahren anstrebe wie den Offset-Druck, kann ich das Problem sehr wahrscheinlich ignorieren.
-- sonst muss ich mit einem Transparenzreduzierungsformat ausgeben, das den gesamten Text in Pfade umwandelt.
...
Gerald Singelmann
7. Sep 2006, 09:51
Formatierung geht beim Text aktualisiren verloren
Antwort auf: Insofern ist es schon sehr angemessen, mit XML und InCopy zwei funktionierende, aktualisierungsfähige Lösungen anzubieten und Word/Excel-Anwender der Betreuung von Spezialisten zu überlassen. Tatsächlich ist mir dieser Weg sehr lieb, wenn man bedenkt, dass ein großer Entwicklungsaufwand hier Programmierer-Ressourcen binden würde, die ich lieber an anderen, wichtigen Stellen verwendet sähe. Vernünftige Transformationen zum Beispiel. Oder Tabellenstile.


Für mich wäre das Aktualisieren und Zurückspielen von Worddateien die wichtigste Erneuerung überhaupt. Nicht jeder der aktualisieren muss, ist XML mächtig und die Anschaffung von InCopy dürfte sich für kleinere Produktionen in den wenigsten Fällen lohnen.

Die von Rudi Wartmann angesprochenen plugins sind eher in Richtung der Tabellenaktualisierung orientiert und EasyCatalog mit fast 1.000,- Eur schlägt da preislich ganz schön rein.

Gute Ansätze bietet hier sicherlich sysfilter. Leider gibt es das plugin nur für windows und bei mir hat die Demo ganzlich unbefriedigende Ergebnisse gebracht.

Fazit: Wichtig wäre, erstmal die Dinge herzustellen, die es noch nicht gibt. Denn das aktualisieren von Kundenkorrekturen, Ersetzen von mehrsprachigen Texten usw. nimmt in der täglichen Produktion einen erheblichen Zeitaufwand ein!
...
Kai Rübsamen
12. Jun 2006, 08:20

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Nur auf den ersten Blick scheint dieses Thema exotisch. Aber eine neue EU-Richtlinie und deren Auswirkungen auf deutsche Gesetze werden dieses Thema auch für Publisher interessant machen. Die EU-Richtlinie "2102 zu Barrierefreiheit" besagt folgendes: Ab dem 23. September 2018 müssen alle öffentlichen Stellen ihre neuen (Office- oder PDF-) Dokumente grundsätzlich barrierefrei veröffentlichen. Im Juni wurde der Gesetzentwurf zur Umsetzung dieser Richtlinie im deutschen Bundestag vom "Ausschuss für Arbeit und Soziales" (19/2728) angenommen. Es wird also ernst für "öffentliche Stellen" und damit auch für deren Dienstleister, die mit der Umsetzung beauftragt werden. Die Richtlinie gilt nämlich nicht nur für Bundes- und Landesbehörden, sondern auch für Verbände, die im Allgemeininteresse liegende Aufgaben erfüllen. Das wären somit auch Gerichte, Polizeistellen, Krankenhäuser, Universitäten, Bibliotheken und einige mehr. Weitere Informationen findest Du hier, hier und hier. Wenn also oben genannte Auftraggeber zu Deinen Kunden zählen, solltest Du Dich vorbereiten. Und da es neben Websites auch um alle downloadbaren Dateien geht sind eben auch PDFs zukünftig barrierefrei zu erstellen. Arbeitet man in InDesign, können dort einige Vorbereitungen getroffen werden. Klaas Posselt ist der ausgewiesene Spezialist im deutschsprachigen Raum für alle Fragen rund um das Thema. Deshalb freuen wir uns, dass er uns in einem Vortrag die Grundlagen dazu vermitteln wird. Wir setzen voraus, dass Du den Umgang mit InDesign gewohnt bist, die Gründe und Vorteile von der Nutzung von Formaten kennst und weißt, wie man lange Dokumente „richtig“ aufbaut. Der Vortrag setzt bewusst DANACH ein. Inhalt des Vortrages ist der Hintergrund von „Barrierefreiheit“ und Möglichkeiten und Grenzen innerhalb von InDesign. Es wird erklärt, welche Bedeutung das kostenpflichtige PlugIn MadeToTag hat und warum und für was man es braucht. Ziel ist es den Rahmen aufzuzeigen, in dem sich das Thema „Barrierefreiheit“ in InDesign abspielt. Du weißt hinterher, wo die „Baustellen“ sind, wo Du weitergehende Infos bekommst und welchen Weg Du einschlagen musst. Am nächsten Tag veranstalten wir zwei Bootcamps, die das Thema praktisch vertiefen. "IDUGS Bootcamp #2" und "IDUGS Bootcamp #3" Klaas Posselt ist studierter Dipl.-Ing. für Druck- und Medientechnik und kam über verschiedene Anfragen zum Thema barrierefreie PDF Dokumente. Seit über 10 Jahren arbeitet er in den Bereichen Medientechnik und Publishing zwischen Medienherstellern, Druckermaschinen und digitalen Ausgabekanälen. Er schult, begleitet und unterstützt Kunden bei der Einführung und Optimierung von Publikationsprozessen und auf dem Weg zu neuen digitalen Ausgabekanälen — egal ob E-Books, barrierefreie PDFs oder Webplattformen. Als Chairman des PDF/UA Competence Center der PDF Association beteiligt er sich an der Weiterentwicklung und Verbreitung des Standards PDF/UA für barrierefreie PDF Dokumente. Diese Veranstaltung kommt nur zu Stande durch die freundliche Unterstützung von "Six Offene Systeme GmbH" -- Enterprise-Content-Management-System und Media-Asset-Management-System.

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