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2 Lesezeichen für ucr

Frage zur Bearbeitung eines PDFs mit Callas pdfCorrect
UCR und Schwarzaufbau wirken sich nur aus, wenn es DeviceRGB im PDF gibt. Sie definieren Parameter fuer die Umrechnung von RGB nach CMYK. In der Praxis macht das fast niemand mehr. Alle professionellen Tools und Systeme verwenden statt dessen ICC-basierte Umrechnungen (und bei DeviceRGB wird halt ein default-RGB-Profil eingestellt bzw. angenommen).

Da in einem PDF/X-1a oder einem PDF/X-3 mit CMYK-Zielprofil sowieso kein DeviceRGB vorkommen darf, spielen diese beiden Parameter sowieso keine Rolle. Sie sind letztlich Ueberbleibsel aus einer PostScript-Zeit vor der Einfuehrung CIE-basierten Farbmanagements.

Olaf Drümmer
...
olaflist
11. Jul 2007, 19:07
UCR, GCR/UCA
Hallo Narc,

evtl. wird's klarer, wenn man die Begriffe einfach mal übbersetzt und sich genauer verbildlicht, was sie bedeuten:

GCR: Grey Color Replacement = Graufarbenersetzung
Bedeutet im Prinzip, das der komplette Teil einer Mischfarbe die aus allen drei Primärfarben besteht, durch schwarz ersetzt wird, der alleine ein neutrales Grau ergibt. Also aus 70C, 50M und 30Y kann man ein 40C 30M und 30Y neutralgrau herausnehmen und durch etwa 40-45K ersetzen. In der Regel Ausnahme: Cyan hat den geringsten Anteil) entscheidet die am wenigsten vertretene Buntfarbe über die Menge der zu ersetzenden Buntfarben, denn man kann ja nicht mehr dieser Farbe herausnehmen als vorhanden ist.

UCR: Under Color removal = Unterfarbenrücknahme
Dies ist eine Einschränkung auf die Mischfarben aus den drei Buntfarben die ein annäherndes Grau ergeben, denn auch Farben wie Olivgrün, Bordeauxrot oder Jeansblau beinhalten alle drei Buntfarben, aber eben für UCR noch nicht genug, um wirklich als Ersetzungskandidaten in Frage zu kommen. Ob eine Tertiärfarbe als zu reduzierend in Frage kommt oder nicht, entscheidet die 'Breite' des Schwarz. Je schmaler das Schwarz um so enger am neutralen Grau muss eine Farbe sein, um in die Entfernung der Buntfarben miteinbezogen zu werden, wird das Schwarz breiter, so kommen sukzessive immer buntere Tertiärfarben in den Genuss von beigemischtem Schwarz.

UCR greift nur bei Mischungsverhältnissen mit ähnlichen Anteilen von Cyan, Magenta und Gelb (z.B. 50/60/40), GCR geht auch an so ungraue Farben wie 70/15/90.

UCA kommt ins Spiel, wenn die Gesamtflächendeckung nicht so niedrig ist, das bei einem breiten Schwarz in den dunklen Partien, wirklich eine, der vorgegebenen Breite entsprechende Reduzierung der Buntfarben nötig wäre. Wäre die Breite alleine entscheidend, so würden dunkle Grau bis Schwarz Partien eines Bildes fast ausschliesslich durch Schwarz erzeugt, was aber zu einem zu niedrigen Farbauftrag führt.

Man muss bei der Entscheidung bzgl. UCR und GCR verschiedene Aspekte Berücksichtigen, die teilweise in ihrer Wirkung entgegengesetzt sind.
Maximaler Farbauftrag <-> Sattes, speckiges Schwarz.
Stabileres grau <-> Abrisse in den Übergängen von sekundär zu Tertiärfarben.

Gerade diese Abrisse, sind gefährlich, da man auf der einen Seite bei Portraits z.B. in den Schattenpartien immer noch ein schönes dunkelbraun, sprich 'ein Schwarz mit Hautton' haben will, aber gleichzeitig per GCR das Schwarz versucht auf neutral festzunageln.

Darüber hinaus hat man bei autotypischen Rastern eben auch den Effekt, das bei farblich perfekter Umsetzung des UCR oder GCR, von hier dreifarbigen Aufbau, zu unmittelbar daneben liegenden, UCR Bereichen (Beispiel Schattenkante auf einem Gesicht) eine völlig andere Rosettenstruktur hat, weil plötzlich nicht mehr 3-farbige Rosetten abgebildet werden, sondern mehr oder weniger ein allein gedrucktes Schwarz ohne jegliche Rosettenbildung.
Andere erklären diese seltsamen Effekte durch die zuvor durch den über- aber vor allem nebeneinander Druck der drei Buntfarben, fast kein Papierweiss mehr durchscheint, und dann an den Übergängen zu UCR betroffenen Partien aus nahezu reinem Schwarz, plötzlich durch ein allein gedrucktes 60% Schwarz noch jede Menge Papierweiss spitzt.


MfG

Thomas

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Thomas Richard
7. Mai 2005, 15:45

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