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zu kleine Digitalbilder für Druck via Abzug oder in Photoshop vergrößern?

Lady Stardust
Beiträge gesamt: 803

30. Apr 2005, 21:22
Beitrag # 1 von 6
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Hallo Liste,

ich hoffe, hier sind einige praktisch geübte Druckvorstufler anwesend, mir bei meinem Problem helfen können.

Ich arbeite z. Zt. an einem Buch, das mit einer Seitengröße von 27 x 27,5 cm auf matt gestrichenem Papier im 60er Raster gedruckt werden soll. Als Bildmaterial liegen mir in erster Linie Kleinbilddias und Bilddaten aus Digitalkameras vor.

Das Problem: Der Verlag möchte 10-20 doppelseitige Bilder in dem Buch sehen, die um qualitativ gut gedruckt werden zu können, natürlich in einer entsprechenden Auflösung vorligen müssen (genau gesagt: 6614x3307 ppi bei Qualitätsfaktor 2 bzw. 4961x2480 ppi bei Qualitätsfaktor 1,5). Leider ist diese Auflösung mit dem mir vorliegenden Material nur schwer zu erziehlen. Die Digitaldaten bieten die bessere Motivauswahl, aber leider viel zu wenig Auflösung (durchschnittlich 2464 x 1648 ppi). Die Dias sind oft nur wenig spektakulär, teils reichlich verstaubt oder anderweitig durch schlampige Lagerung beeinträchtigt und - meines Wissens nach - ohnehin schwer auf Formate über DIN A3 aufzuziehen, egal mit welchem Scanner (ich bitte um Einspruch, falls hier jemand andere Erfahrungen gemacht hat). Nachdem ich dem Verlag meine Bedenken geschildert habe, schlug man mir vor, zur Qualitätssteigerung von den in Frage kommenden Bildern größtmögliche Abzüge anfertigen zu lassen und diese dann einzuscannen.

Dazu meine Fragen: Soll ich auf diese Lösung eingehen oder kann ich sie direkt verwerfen, da ich damit auch keine bessere Qualität erziele als beim Interpolieren in Photoshop? Hat jemand mit einer sochen Tüftelei schon Erfahrung gemacht und wenn ja, welche? Ich habe auch schon gelesen, dass man Interpolationen am besten schrittweise durchführt, um die Bildqualiltät weitestgehend zu wahren. Ist das Fakt oder Quatsch? Weiß jemand Nähres dazu?

Zudem: Da ich bisher immer mit Qualitätsfaktor 2 gearbeitet habe, würde ich gerne wissen, wie sich die Reduktion auf Qualitätsfaktor 1,5 auswirkt. Ich habe viele allgemeine Aussagen dazu gehört, z.B. bei weichen Übergängen ist die Reduktion ok. bei harten Kanten nicht, aber vielleicht kann mir jemand genaueres dazu sagen.

Das waren jetzt wirklich viele Fragen, aber ich hoffe, die ein oder andere kann doch beantwortet werden (und zwar anders als mit Aussagen wie: Auftrag ablehnen, Auftraggeber die Meinung sagen, Auftraggeber aufklären etc., diese Optionen sind entweder schon genutzt oder abgelehnt worden, was ich jetzt brauche ist echte praktische Hilfe).

Danke schon mal im Voraus,
Lady S.

(Dieser Beitrag wurde von Lady Stardust am 30. Apr 2005, 21:22 geändert)
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zu kleine Digitalbilder für Druck via Abzug oder in Photoshop vergrößern?

gpo
Beiträge gesamt: 5520

30. Apr 2005, 23:40
Beitrag # 2 von 6
Beitrag ID: #163321
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Hi,

also sooooo schlecht sieht das doch gar nicht aus..:))

bei den Dias kannst du sehr wohl noch was rausholen...
immerhin gibt es sie noch...die Experten mit einem Trommelscanner und...
die diese Monster auch noch richtig bedienen können!

...vor allen Dingen sind dann bei sehr hohen Auflösungen Retuscheeffekte deutlich einfacher zu erzielen/korrigieren...als umgekehrt! A3 geht locker!

bei den digitalen ...kommts auf das Motiv an( natürlich auch bei den Dias)...was da noch geht...
PS kann ja ganz brauchbar interpolieren....wenn man etwas "zarter" rangeht ....

wichtig wäre...wenn du wirklich unbehandelte Originale bekommst...
wo also noch keiner rumgepfuscht hat:))
Mfg gpo


als Antwort auf: [#163306]

zu kleine Digitalbilder für Druck via Abzug oder in Photoshop vergrößern?

Lady Stardust
Beiträge gesamt: 803

1. Mai 2005, 23:34
Beitrag # 3 von 6
Beitrag ID: #163378
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Hallo gpo,

erst einmal vielen Dank für Deine Antwort.

Ist schon mal interessant zu erfahren, dass bei Dias auch Formate über A3 drin sind. Bislang habe ich da immer anderes gehört, vor allem wenn die Vorlagen nicht gerade brilliant sind. Für mein aktuelles Projekt werde ich jedoch kaum einen erfahrenen Scan-Operator zur Mitarbeit überreden können, denn der Finanzplan sieht (wie leider so oft) nur die schnelle Billigproduktion vor. Ich versuche halt trotzdem so viel rauszuholen wie möglich (in erster Linie aus Eigeninteresse).

Bei den Motiven handelt es sich hauptsächlich um LKW und deren Fahrer. Teils sind Detailaufnahmen von den Gefährten dabei, die aber wohl nicht für den doppelseitigen Druck genommen werden. Evtl. unscharfen bzw. pixeligen Hintergrund kann ich bei diesen Motiven noch durch den Einbau von Bewegungsunschärfe gerade biegen (die wird ja bei Fahrzeugen immer gern genommen), beim Hauptmotiv wird mir jedoch kaum etwas anderes übrig bleiben als partiell zu Schärfen oder "Gott einen guten Mann sein zu lassen".

Da die benötigte Stärke beim Schärfen natürlich auch von der letztlich gewählten Auflösung abhängt, noch einmal die Frage: Sind (v.a. für Laien) bei der Anwendung von Qualitätsfaktor 1,5 statt 2 für die Errechnung der Druckauflösung starke Unterschiede zu erkennen und wenn ja welche? Kann man das im Hinblick auf meine Motive noch durchgehen lassen oder weint da jedes Druckvorstufler Herz? Würde mich freuen, wenn ich in der Richtung noch ein bisschen Feedback bekäme.

Grüße,
Lady S.


als Antwort auf: [#163306]

zu kleine Digitalbilder für Druck via Abzug oder in Photoshop vergrößern?

Marco Morgenthaler
Beiträge gesamt: 2474

2. Mai 2005, 10:27
Beitrag # 4 von 6
Beitrag ID: #163421
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Hallo Lady S.

Agfa empfiehlt einen Qualitätsfaktor (QF) 2 bei Rasterweiten bis 133 lpi, bei Rasterweiten über 133 lpi reicht ein QF von 1,5. Bilder mit geometrischen Objekten wie geraden Linien oder sich wiederholenden Mustern werden besser mit QF = 2 gescannt. (Quelle: Agfa, Eine Einführung in das Digitale Scannen: Die digitale Farbe – Teil 4)

Da deine Bilder mit einem 60er-Raster (150 lpi) gedruckt werden, sollte also ein QF von 1,5 ausreichen.

Gruss Marco


als Antwort auf: [#163306]

zu kleine Digitalbilder für Druck via Abzug oder in Photoshop vergrößern?

Lady Stardust
Beiträge gesamt: 803

2. Mai 2005, 12:01
Beitrag # 5 von 6
Beitrag ID: #163452
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Hallo Marco,

vielen Dank für den raschen Hinweis!

Wenn sonst niemand mehr etwas hinzuzufügen hat, wirds dann wohl guten Gewissens Qualifaktor 1,5 werden. Sollte das in die Hose gehen, werde ich eine Warnung posten, sobald ich die gedruckten Daten gesehen habe (was aber noch ein paar Wöchlein dauern kann).

Grüße,
Lady S.



als Antwort auf: [#163306]

zu kleine Digitalbilder für Druck via Abzug oder in Photoshop vergrößern?

kurtnau
Beiträge gesamt: 2170

8. Sep 2005, 15:17
Beitrag # 6 von 6
Beitrag ID: #186454
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Hallo,
ein paar Worte zum QF.
Da beim analogen Druck die drei Grundfarben und Schwarz jeweils mit einem anderen Rasterwinkel gedruckt werden, als Beispiel 90, 15, 45 und 0 Grad müße das Rip ohne QF bei einigen Winkelgraden aus 2 Bildpunkten einen Neuen errechnen.
Das führt bei kontrastreichen Kanten zu einer leichten Unschärft.

gruß kurt


als Antwort auf: [#163452]
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