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Mac OS X enthält verschiedene integrierte Werkzeuge und Technologien, mit denen sich gängige Aufgaben schnell und einfach automatisieren lassen.
bruno dorn
Beiträge: 5
1. Apr 2003, 23:31
Beitrag #1 von 4
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Einsatz von AppleScripts


Hallo Hans,

ich war schon mal unterwegs und habe mir die Scripting Addition "Dialog Director" besorgt. Auch sehr sehr interessant. Wirklich, es tummeln sich doch noch einige Leute in der Gegend rum, die mit AppleScript arbeiten. Zwischenzeitlich hatte ich den Eindruck, es verliert sich das Interesse an dieser Möglichkeit. Wie ist das bei Euch, benutzt ihr viele Scripte zum steuern von Abläufen?


Gruß Bruno Top
 
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Hans Haesler  M  p
Beiträge: 5470
1. Apr 2003, 23:37
Beitrag #2 von 4
Beitrag ID: #418085
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Einsatz von AppleScripts


Hallo Bruno,

[Ich habe mit Deiner Nachricht ein neues Thema eröffnet, weil nicht mehr von den Hilfslinien die Rede ist.]

Ja, in unserem Betrieb setzen wir viele Scripts ein. Erst heute Morgen habe ich eines entwickelt, um aus einem
Excel-Dokument die Infos von 572 Ausstellern der kommenden Buchmesse in Genf auszuziehen, mit Stilvorlagen-Namen
zu versehen und in eine Textdatei zu schreiben. Ja, ich weiss, dass man dies direkt aus Excel besorgen könnte,
aber erstens müsste ich dies zuerst lernen und zweitens bietet mir AppleScript eine grössere Flexibilität.

Zu den täglich eingesetzten Scripts. Als Beispiel nehme ich unsere Fernsehzeitschrift. Die Programmseiten werden
per Script erzeugt. Es gibt eine Doppelseite mit dem Wochenüberblick. Dann für jeden Tag eine Eröffnungsseite,
eine Doppelseite mit "wichtigen" Sendern, zwei Doppelseiten mit "mittleren" Sendern und eine Seite mit "kleinen"
Sendern. Es gibt sechs verschiedene Grund-Formulare, auf welchen die Sender je nach Wichtigkeit mehr oder weniger
Platz haben, mit oder ohne Bild.

Das Script wird gestartet und rechnet, basierend auf dem aktuellen Datum die Wochern-Nummer der nächsten Ausgabe
aus. Diese Ziffer kann der Anwender bestätigen oder ändern. Gleichzeitig (im Dialog-Director-Dialog) gibt er noch
die Startseite des Programmteils an, die Anzahl Seiten und deaktiviert jene Checkboxen, welche Dokument-Arten
angeben, die er ausnahmsweise nicht schon produzieren will.

Als erstes werden mit XPress-Tags versehene, verschieden formatierte Datum-Textketten geschrieben. Dann geht das
Script durch die Repeat-Schleifen für jede Dokument-Art, öffnet das entsprechende Formular, lädt die Datum-Strings,
die Bilder, ändert die Definition der Farbe gewisser Elemente (jeder Tag hat eine andere Farbe), ändert den
Kapitelanfang und speichert schliesslich das Dokument im Zielordner, welcher ebenfalls erzeugt worden ist. Wegen
der grossen Anzahl von Dokumenten ist jede Sorte in einem eigenen Ordner untergebracht.

Das Einladen der Texte (Exporte aus einer Datenbank) geschieht in einer zweiten Phase. Der Anwender öffnet alle
sieben Dokumente der "wichtigen" Sender und startet ein spezielles Script, welches basierend auf dem Namen und
dem Wochentag des Dokuments die Textfiles in die benannten Boxen einfliessen lässt. Wenn beim Erzegen der Dokumente
nicht alle Bilder bereit waren, wird mit einem anderen Script automatisch in jede leere Box das richtige Bild geladen.
Anschliessend werden die Dokumente manuell bearbeitet.

Für die redaktionellen Seiten gibt es ebenfalls eine Anzahl Scripts, welche zum Einsatz kommen. Sämtliche Texte
werden über ein Droplet geladen, welches die Dateien prüft und "reinigt" und manchmal auch mit Stilvorlagen versieht.
Es gibt auch Scripts zum Zählen von Zeichen oder Erzeugen von Schatten usw.

Am Schluss, vor dem Generieren der PDF-Dateien, wird jedes Dokument mit einem Script auf Korrektheit geprüft.

Zum Archivieren auf CDs habe ich auch zwei Scripts entwickelt. Das erste erzeugt für jedes XPress-Dokument einen
Ordner und kopiert die verwendeten Bilder und das XPress-Dokument selbst hinein. Das zweite wird gebraucht, um
bequem die Ordner für das Brennen vorzubereiten. Wenn die Datenmenge über dem Fassungsvermögen einer CD liegt, wird
ein zweiter oder ein dritter Ordner angelegt und alle werden entspechend benannt.

Dies alles ist nur die Spitze des Eisbergs betreffend den Einsatz von AppleScripts bei uns...

Hans Haesler, hsa@ringier.ch
als Antwort auf: [#418084] Top
 
bruno dorn
Beiträge: 5
3. Apr 2003, 20:01
Beitrag #3 von 4
Beitrag ID: #418086
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Einsatz von AppleScripts


Hallo Hans,

klingt ganz schön ausgefuchst. Ich bin kein so erfahrener Scripter, das ich in mein Code so ein Vertrauen legen würde. Auch überwiegt bei mir öfters die Überlegung, das es doch schneller geht, das Problem auf herkömmliche Weise zu lösen, als mich ewig mit dem Script zu beschäftigen.
Vielleicht ist es möglich, mir ein PDF mit einer Doppelseite von der Fernsehzeitschrift zu senden (also nur wenns kein Problem darstellt), nur um zu sehen, was für ein Layout bei dem Script vorliegt. Das würde mich interessieren. Meine eMail ist bdv@debook.de
als Antwort auf: [#418084] Top
 
Hans Haesler  M  p
Beiträge: 5470
3. Apr 2003, 20:57
Beitrag #4 von 4
Beitrag ID: #418087
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Einsatz von AppleScripts


Hallo Bruno,

ja... das Vertrauen in den Code wächst mit der Erfahrung. Doch zugegeben: ich muss mich manchmal ermahnen, mir nicht zuviel
Sorgen zu machen, das heisst nicht daran zu denken, was alles davon abhängig ist.

Ich bin der Meinung, dass es sich lohnt, für eine bestimmte Aufgabe ein Script zu entwickeln. Wenn es die Termine nicht zulassen,
dann sollte man sich nachträglich dahintersetzen. Vor allem, wenn man weiss, dass das Problem wieder auftauchen wird.

Ich werde morgen ein heruntergerechnetes PDF von einer Programm-Seite herstellen und Dir zustellen.

Hans Haesler, hsa@ringier.ch
als Antwort auf: [#418084] Top
 
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