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Anonym
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11. Sep 2003, 12:29
Beitrag #1 von 4
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Umwandlung von Pantone in 4c - Qualitätseinbusen???


Hallo Leute.

Ich arbeite an einem Katalog, welchen ich vom Enlischen ins Deutsche übersetze und dann auch drucken lassen muss.
Der Katalog hat den Anspruch "High Quality" zu sein in Bezug auf Optik und Grafik.
Trotzdem müssen wir auch die Kosten im Auge behalten (wer muss das nicht...).

Im englischen "Urzustand" sind in der Datei zusätzlich 4 Schmuckfarben (Pantone) enthalten, welche ich aus Kostengründen durch InDesigns Druckfarben-Manager automatisch in 4c umwandeln lassen möchte.

Meine Frage ist jetzt: wie groß wird der optische Unterschied zur Originaldatei sein, wenn ich die Datei in 4c drucken lasse?

Ich habe mal testweise einen Flyer gestaltet, diesen einmal mit Pantone und einmal ohne Pantonefarben digital drucken lassen. Der Unterschied war hier kaum wahrnehmbar. (Placebo-Effekt - nur wenn man es weiß fällt es auf...)

Habt Ihr einen Tip für mich?

Rene Top
 
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Graf Poly S
Beiträge: 559
11. Sep 2003, 12:57
Beitrag #2 von 4
Beitrag ID: #50515
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Umwandlung von Pantone in 4c - Qualitätseinbusen???


Hallo rene
nun, druckfarben, das ist eine wissenschaft.
mit CMYK kann praktisch jede farbe gedruckt werden, aber eben nur prakrisch. RGB (oder auch LAB, diese sind aber keine druckfarben, sondern nur für die digitale darstellung) haben einen grösseren Farbraum als CMYK, es können also mehr farbennuancen gedruckt werden. das Orange der MIGROS kann z.b. mit CMYK nicht hergestellt werden, da diese ausserhalb des CMYK-farbraumes liegt – da muss eine Pantonefarbe herhalten. um sicher zu sein, ob die umwandlung standhält, benötigst du einen Pantonefächer und/oder auch einen test(an)druck (um ganz sicher zu gehen).

ich hoffe, dir mit meiner 2 minuten-antwort gedient zu haben. oder kann jemand meine gehirnwindungen besser zu Blatt bringen??

ueli
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als Antwort auf: [#50512]
(Dieser Beitrag wurde von Graf Poly am 11. Sep 2003, 12:58 geändert)
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Christoph Grüder S
Beiträge: 1929
11. Sep 2003, 13:47
Beitrag #3 von 4
Beitrag ID: #50518
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Umwandlung von Pantone in 4c - Qualitätseinbusen???


Hallo Rene,

um welche Pantone Farben geht es denn? Grundsätzlich musst Du durch die Prozess-Umwandlung der Pantone-Töne (z.b. solid coated) Einbußen in der Farbbrillianz hinnehmen. Ein Digitakdruck hilft da wenig weiter, da die Pantone-Sonderfarben nur durch Prozessfarben wiedergegeben werden.

herzliche Grüße,
Christoph Grüder
als Antwort auf: [#50512] Top
 
Anonym
Beiträge: 22827
11. Sep 2003, 16:45
Beitrag #4 von 4
Beitrag ID: #50543
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Umwandlung von Pantone in 4c - Qualitätseinbusen???


Hallo Rene,

weisst Du denn, ob die englische Version auch mit den PantoneFarben produziert wurde oder wird? (also 4x Pantone + 4x Skalenfarbe macht 8farbig! Das wäre wirklich high Quality zumindest von den Kosten her)

Mit der Umwandlung von Farben haben wir in Indesign schon etliche Überraschungen erlebt, ob mit oder ohne aktiviertem Farbmanagement, vor und nach dem abspeichern und nach CD-Transport. Ist natürlich problematisch wenn die Pantonefarben durch EPSe mit eingeschleppt werden (möglicherweise sogar in Du-, Tri- oder Quadruplexen).

In jedem Fall ist etwas faul, wenn so eine in CMYK umgewandelte Farbe auf einmal mit Prozentwerten definiert ist, die 3 Stellen hinter dem Komma zeigt 8Z.B: C:23,158 %)

Um die CMYK-Umwandlung und Entsprechung gegenüber der PantoneFarbe zu überprüfen würde ich in jedem Fall entweder in ein Farbmusterbuch schauen und dort die erzeugten CMYK-Werten neben einen Pantonefächer halten oder aber zumindest ein A4 Proof mit den CMYKfarbigen Flächen erstellen lassen und diese mit dem PanFächer vergleichen...

Manchmal wird die Sonderfarbe auch nur deshalb als solche gedruckt, um Passerprobleme im Druck zu vermeiden: Stell Dir mal eine 7 Punkt-Serifen-Schrift in CMYK-Braun links unten und rechts oben auf einem A1 Druckbogen vor oder noch schlimmer: zwei olive Flächen mit weiss ausgesparter Schrift: welcher arme Drucker soll das noch zum passen kriegen?

Gruß,

Ulrich
als Antwort auf: [#50512] Top
 
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